07.01.2009
Die Niederschlagung des Prager Frühlings durch sowjetische Truppen im August 1968 hat die Abkehr der westlichen Linken von Moskau besiegelt, meint die tschechische Schriftstellerin und Übersetzerin Monika Zgustova. "Europa war durch den Kalten Krieg geteilt. In westlichen intellektuellen Kreisen wurde wenig über die Verfolgungen im Osten gesprochen... Nach dem Prager Frühling öffneten sich das Tschechische und einige andere slawische Sprachen dank einer ansehnlichen Zahl von Übersetzungen der Welt... Die übersetzten Werke zeigten die kommunistische Barbarei. Auch wenn manche Intellektuelle noch eine Weile auf ihrer Position beharrten, die sowjetische Invasion diene der gerechten Sache der Rettung des Kommunismus gegenüber der Gefräßigkeit des Kapitalismus, so wurde diese Argumentation doch angesichts des Gulag und der Praktiken der Geheimpolizei schwächer. Diese Beweise haben die pro-sowjetische Argumentation definitiv hinfällig gemacht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Geschichte, » Tschechien, » Europa, » Osteuropa Alle verfügbaren Texte von » Monika Zgustova
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. März 2008
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