02.12.2008
Brüssel-Korrespondentin Daniela Weingärtner blickt skeptisch auf die von Nicolas Sarkozy gewünschte Mittelmeer-Union: "Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass der französische Präsident mit seiner Neugründung scheitern wird. Die EU hat zwar auch im Süden ein starkes Interesse daran, dass ihre Nachbarn wirtschaftlich auf die Beine kommen, die rechtsstaatlichen Spielregeln einhalten und gleichzeitig bereit sind, Flüchtlinge, Menschenhändler, Drogen und andere Unbill von Europa fernzuhalten. Doch diese Nachbarn sind kulturell und ökonomisch zu unterschiedlich, als dass man ihnen mit einer gemeinsamen Mittelmeerpolitik gerecht werden könnte. Stattdessen müsste die EU-Kommission eine auf jedes Land maßgeschneiderte eigene Verhandlungsstrategie ausarbeiten, die gleichzeitig die einstimmige Billigung von den 27 EU-Mitgliedern finden kann. Ein mühsamer, aber erfolgversprechender Weg."
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» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. März 2008
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