08.09.2008
Journalisten seien zu unkritisch gegenüber nichtstaatlichen Organisationen (NGOs), schreibt der Redakteur Simon Rozendaal in seinem Weblog für das niederländische Wochenmagazin Elsevier: "Ich erinnerte mich an einen Dokumentarfilm ... über die Brent Spar, jene Bohrinsel, die Shell im Meer versenken wollte. Aus der Reportage wurde deutlich, dass Greenpeace größer und professioneller war als Shell. Natürlich weiß ich auch, dass Greenpeace keine Milliardengewinne macht so wie Shell, aber bei diesem Konflikt und vielen anderen gesellschaftlichen Fragen geht es um einen Public Relations-Kampf. ... Dies gilt umso mehr, weil Journalisten ohne Nachfragen davon ausgehen, dass das kleine Greenpeace recht, und der große Konzern Shell unrecht hat. Zudem gilt die Sympathie der Journalisten immer den Nonprofit-Organisationen. Es gibt ein grundlegendes Misstrauen gegenüber Unternehmen, die Gewinn machen und Aktionäre haben. ... Ist das unabhängiger Journalismus?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Umwelt, » Audiovisuelle Medien, » Printmedien, » Onlinemedien, » Medienpolitik, » Soziale Bewegungen, » Niederlande Alle verfügbaren Texte von » Simon Rozendaal
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Mai 2008
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