08.09.2008
Ein estnisches Gericht hat entschieden, dass der Spielfilm "Magnus" der Regisseurin Kadri Kousaar auch künftig nicht gezeigt oder verbreitet werden darf. Damit wurde der Klage einer Familie stattgegeben, die ihre Persönlichkeitsrechte durch das Selbstmorddrama verletzt sieht. Das estnische Nachrichtenportal Delfi kritisiert das Urteil: "Die Entscheidung, den Film für sieben Jahre zu verbieten, ist nichts anderes als eine Machtdemonstration der Justiz. Damit mögen die Interessen der Kläger gewahrt bleiben, nicht aber die der Filmkunst oder der Gesellschaft als Ganzes. 'Magnus' ist ein professionell gemachter Film, dem es zum Verhängnis geworden ist, auf einer wahren Begebenheit zu beruhen." Das Portal verweist auf die vielen Erfolge des Films auf ausländischen Festivals und sieht darin sogar ein Lehrstück für Eltern: "Der Film zeigt, wohin Liebesentzug führen kann. Die Geschichte kommt ohne übertriebene Sentimentalität aus und ist ebenso eindrucksvoll, wie sie nachdenklich macht."
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