10.10.2008
Paul Fabra sinniert über den Zusammenhang zwischen der Verschlechterung der Kaufkraft in Frankreich und der weltweiten Globalisierung: "Der Rückgang der Kaufkraft in Frankreich vergiftet weiter die Beziehung zwischen den Regierenden und der Bevölkerung. Diese neue nationale Krise hängt mit einem Verfall der Kapitalismusstrukturen zusammen, den fast alle so genannten 'entwickelten' Ländern erleben. ... Auf beiden Seiten des Atlantiks entstand vor etwa zwanzig Jahren ein Gefühl des Unbehagens. ... Liegt die Hauptursache nicht im Zusammentreffen von Ungewissheit und einem Mangel an Perspektiven angesichts der Unwahrscheinlichkeit einer erheblichen Lohnerhöhung? Zum ersten Mal seit zwei Jahrhunderten, mit Ausnahme der großen Depression der 1930er Jahre, scheint der Lebensstandard einer Mehrheit der Bevölkerung gefährdet. ... Heute wie gestern ist der Begriff vom 'komparativen Vorteil', der aus dem Werk von David Ricardo stammt, zentraler Bestandteil der Debatte. Er bleibt die einzige bekannte Rechtfertigung für die globale Handelsliberalisierung."
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