07.01.2009
Die dänische Regierung will einen Gesetzesentwurf vorlegen, wonach Richter keine religiösen Symbole wie Kopftücher tragen dürfen. Die Tageszeitung Berlingske Tidende findet es prinzipiell richtig, das Tragen religiöser Symbole für Richter zu untersagen, betont aber: "Das Kopftuch ist ein ... sichtbares Symbol dafür, dass Europa in den letzten Jahren seinen Charakter geändert hat. Mit dem Kopftuch sind mehrere religiöse und politische Symbole in die öffentliche Arena gelangt. Allerdings gelten in einer demokratischen Gesellschaft fundamentale Freiheiten. Dazu gehört auch die Freiheit, die eigene Kleidung zu wählen. Daran dürfen wir nicht rütteln. ... Und deshalb sind die Ideen der Dänischen Volkspartei [für ein noch weiter reichendes Kopftuchverbot] von dänischer Freimütigkeit weit entfernt. Daher ist es gut, dass die Regierung klargestellt hat, dass eine weitere Gesetzgebung in diesem Bereich nicht nötig ist. Unterdessen beten wir dafür, dass wir in der Debatte um die Neu-Dänen mit muslimischem Hintergrund unsere dänische Freimütigkeit zurückgewinnen."
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