07.09.2008
Die christdemokratische Christenunie, eine der drei Regierungsparteien in den Niederlanden, diskutiert die Frage, ob Homosexuelle in dieser Partei politische Funktionen ausüben dürfen. Eine Parteikommission stellte nun dazu einen Bericht vor. "Der Bericht zeigt eine große Verlegenheit", meint die Tageszeitung De Volkskrant. "Frei übersetzt: Homosexualität darf sein, aber lieber nicht zu auffällig. Die umständlichen Formulierungen sind nicht zuletzt eine Folge der Meinungsunterschiede in den eigenen Reihen. Die Kommission hält dabei die Kirche geschickt heraus. Niemand kann behaupten, dass die Christenunie homosexuelle Kandidaten von vornherein ausschließt, während die orthodoxen Anhänger mit sparsamen Formulierungen zufrieden gestellt werden. ... Wenn der Parteitag nun doch homosexuelle Kandidaten ablehnt, kann das die Partei in große Schwierigkeiten bringen. Die Christenunie könnte ihr Recht auf Subventionen verlieren. ... Außerdem hat eine Partei, die das in der Verfassung verankerte Verbot von Diskriminierung überschreitet, in der Regierung nichts zu suchen."
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