28.08.2008
Andrei Postelnicu greift die Worte des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler auf, der vor einigen Tagen die internationale Finanzindustrie als "Monster" bezeichnet hat: "Selbst Silvio Berlusconi gewann sein Mandat als Premier mit der Wahlbotschaft, wie verdrießlich doch jener Kapitalismus ist, der ihn – und das ist der Gipfel – eigentlich reich gemacht hat. Und Nicolas Sarkozy verharrt weiter in der gallischen Tradition, den Weltkapitalismus zu 'remoralisieren'. ... Ohne jetzt eine Abhandlung über die notwendige Anpassung an den Kapitalismus schreiben zu wollen, ist das Auftauchen dieser Aussagen doch überraschend. Mit Ausnahme Deutschlands sind die großen europäischen Wirtschaftsländer zu nicht mehr in der Lage, als ihren Bürgern einen stagnierenden Lebensstandard zu bieten. Also machen Politiker, was sie oft machen: Sie geben äußeren Faktoren die Schuld für ihre eigene Reformunfähigkeit. ... In diesem Kontext besteht die Gefahr, dass aufgrund des antikapitalistischen Lärms, der gerade durch Europa schallt, die einheimischen Politiker noch einmal verstärkt den Reformprozess abbremsen, sei es im Wirtschafts- oder Justizbereich."
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» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. Mai 2008
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