07.01.2009
Die Angriffe auf Roma in Neapel führt Misha Glenny in der Tageszeitung Guardian auf die Beteiligung der Mafiaorganisation Camorra zurück und spricht von einem "Versagen aufeinander folgender italienischer Regierungen, die lokale Mafia zu konfrontieren. ... Laut Zeugen haben Mitglieder der lokalen Camorra-Familie Ortsansässige aufgefordert, bei den Krawallen mitzumachen. ... Die Roma als Quelle von Verbrechen darzustellen, hat sich als eine nützliche Ablenkungstaktik für die Camorra im Vorfeld der heutigen Kabinettssitzung erwiesen. Es hat die Aufmerksamkeit von der wahren Ursache des Chaos in der Stadt abgelenkt: der Camorra selbst. ... Die Europäische Kommission denkt zurzeit über drakonische Strafen für Bulgarien nach für das Versagen, mit organisiertem Verbrechen und dessen Einfluss auf das öffentliche Leben umzugehen. Aber wenn es um Italien geht, hatte Brüssel schon immer eine Doppelmoral."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Innenpolitik, » Minderheiten, » Italien Alle verfügbaren Texte von » Misha Glenny
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. Mai 2008
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