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08.01.2009

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Fakt - Polen | Mittwoch, 21. Mai 2008

Arbeitete Lech Wałęsa für den Geheimdienst?

Zwei Historiker des staatlichen Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) beschuldigen den ehemaligen Freiheitskämpfer und Staatspräsidenten Lech Wałęsa der Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst. Der britische Historiker und Polenexperte Norman Davies verteidigt Wałęsa in einem Gastkommentar: "Diejenigen, die heute wieder den guten Namen von Lech Wałęsa angreifen, wissen wohl nicht, wie sie auf diese Weise dem Ruf Polens im Ausland schaden. Vor allem die Menschen im Westen sind sich im Allgemeinen der verschiedenen Nuancen der polnischen Politik nicht bewusst. Deswegen bin ich der Meinung, dass Attacken auf Lech Walesa ein zutiefst unpatriotisches Vorgehen sind. ... Soviel ich weiß, hat Wałęsa selbst in seiner Autobiographie Momente der Schwäche gestanden. Und jeder, der sich an diese Zeiten erinnern kann, weiß, dass niemand - selbst Wałęsa nicht - zu 100 Prozent sauber ist. Denn im damaligen System unterlag jeder irgendwelchen Einschränkungen und war immer wieder einmal schutzlos gegenüber dem totalitären Staat. Jemanden anzugreifen, weil er Momente der Schwäche hatte in solch einem System, ist sehr ungerecht."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. Mai 2008

 

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