07.01.2009
Kishore Mahbubani, Akademiker aus Singapur, beschäftigt sich in einem Beitrag für die Tageszeitung Financial Times mit der weltpolitischen Rolle der EU, die "als ein politischer Zwerg dasteht angesichts der sich rapide ändernden geopolitischen Umwelt. ... Die wachsende Flut von Unsicherheit in europäischen Herzen und Hirnen bedeutet, dass Europa nicht weiterhin eine gigantische Schweiz bleiben kann. ... Die Schweizer können sich sicher fühlen, weil sie von Europa umgeben sind. Die Europäer können sich nur unsicher fühlen, weil sie von einem Bogen der Instabilität umgeben sind, von Nordafrika bis zum Nahen Osten, vom Balkan bis zum Kaukasus. ... Die Armseligkeit des europäischen strategischen Denkens ist erstaunlich. ... Wann immer die EU eine Chance bekommt, schlägt sie Asien ins Gesicht. ... Europa sollte die Muslime ermutigen, China, Indien und [die südostasiatische Staatengemeinschaft] Asean als neue Entwicklungsmodelle zu sehen. ... Wenn die islamische Welt schließlich modernisiert ist, kann Europa wieder eine gigantische Schweiz sein."
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» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 22. Mai 2008
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