07.01.2009
In einem Kommentar setzt sich die Tageszeitung Neue Zürcher Zeitung mit der Situation um den "Milchstreik" auseinander: "Der jüngst von einer bäuerlichen Splittergruppe ausgerufene 'Milchstreik' ist primär ein ... mediales Ereignis. Die Auswirkungen der Aktion auf die konkreten Milchlieferungen sind indessen bescheiden. ... Mit ihrer Aktion erheben die Streikenden den Milchpreis zu einer Art Moralfrage. ... Doch mit hohen Kosten sind erstens auch ihre direkten Marktpartner, also die Verarbeiter, konfrontiert, und zweitens ist der Milchpreis keine moralische Größe. Vielmehr gehorcht er, seit sich der Staat hier nicht mehr einmischt, dem Markt. ... Der Schweizer Milchpreis liegt nach wie vor deutlich über demjenigen in Europa. Das ist angesichts sich öffnender Grenzen ein gewichtiger Wettbewerbsnachteil. Die Schweizer Landwirtschaft muss sich aber auf den Wettbewerb einrichten, wenn sie mit ihren Produkten eine Zukunft haben will. Die gegenwärtige Entwicklung wäre deshalb eine gute Gelegenheit, den Preisunterschied zwischen der schweizerischen und der europäischen Milch weiter abzubauen – im Sinne eines nachhaltigen Erfolgs auf dem Markt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Handel, » Westeuropa
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 30. Mai 2008
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: