08.01.2009
Rund eine Million Tschechen streikten gestern gegen die Reformpolitik der Regierung. Die liberale slowakische Tageszeitung Sme fragt, weshalb es während der viel härteren Reformen in der Slowakei nicht zu ähnlichen Aktionen gekommen sei: "Das Problem der tschechischen Reformen ist, dass sie keine akute wirtschaftliche und soziale Krise lösen müssen, sondern verhindern sollen, dass sie in den nächsten Jahren kommt. Die Tschechen leben ziemlich gut und sehen nicht ein, weshalb sie den Gürtel enger schnallen sollen. Anders war das in der Slowakei zum Ende der Meciar-Regierung, als das Land am Boden lag und viele begriffen, dass man etwas tun müsse. ... Möglicherweise liegt das Hauptproblem der tschechischen Reformen darin, dass es dem Land noch nicht schlecht genug geht."
» weiterführende Informationen (externer Link, slowakisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Soziales / Arbeit, » Wirtschaftspolitik, » Tschechien, » Slowakei Alle verfügbaren Texte von » Peter Morvay
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. Juni 2008
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