04.07.2009
Der Chefredakteur der Schweizer Tageszeitung Corriere del Ticino, Giancarlo Dillena, warnt davor, in der andauernden Wirtschaftskrise Ideologien zu verfallen. "Die liberale Vision ... kann von Natur aus nicht auf ein strenges, allumfassendes, doktrinäres Korpus zurückgeführt werden. Im Gegenteil, sie zeichnet sich durch das fortwährende Anliegen aus, besonders der freien Entfaltung der wirtschaftlichen und sozialen Dynamik keine Schranken zu setzen. ... Aber zur Waffe der ideologischen Interpretation haben die unbelehrbaren Gegner der liberalen Vision immer wieder bevorzugt gegriffen. In diese Falle zu tappen, bedeutet nicht nur, ihre Interpretation zu unterstützen, sondern vor allem, sich von einer ausgewogenen und besonnenen Einstellung gegenüber der Krise zu entfernen, die die Voraussetzung für ihre Überwindung und für das Wiedererlangen eines neuen Gleichgewichts ist. Diese [Einstellung] muss in erster Linie offen bleiben und bereit, die notwendigen Korrektiven aufzunehmen. Aber sie sollte ebenso darauf bedacht sein, Starrheiten und neue Dogmen - von welcher Seite auch immer - zu vermeiden."
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» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 28. November 2008
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