09.01.2009
Der Rechtspopulismus in Polen und der Slowakei sei eine Reaktion auf die neokonservative und neoliberale Politik, meint der ungarische Philosoph Gaspar M. Tamas. Die Rechtspopulisten Ostmitteleuropas wollten eine "autoritäre, religiös-ethische Kontrolle über das Privatleben der Bürger einführen. Sie verbinden herkömmlichen Chauvinismus mit Xenophobie und Rassismus, mit der Hetze gegen Einwanderer und Minderheiten, mit Frauenfeindlichkeit und Homophobie. Sie definieren die 'Nation' aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Religion, Ethnie oder Rasse und übernehmen die feindliche Einstellung gegenüber dem Westen und Russland vom Faschismus... Die antidemokratische Wende basiert – wie in den 1920er und 30er Jahren - darauf, dass chauvinistisch-xenophobe und ultraklerikale Kräfte die jetzige Form des Kapitalismus als 'fremd' betrachten und domestizieren wollen, um seine unverkennbare soziale und ethische Pathologie zu bändigen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Osteuropa Alle verfügbaren Texte von » Gáspár M. Tamás
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 10. Juli 2006
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