Nach einer Serie von Messerstechereien in Großbritannien will die Regierung zu einer Schocktaktik greifen: Jugendliche Täter sollen mit den Opfern von Messergewalt konfrontiert werden. Für die Tageszeitung The Daily Telegraph ist das keine gute Bestrafung: "Es wäre ermutigend, wenn eine solche 'Strafe' einen signifikanten Einfluss auf Messer-Kriminalität haben würde, aber wir zweifeln daran. ... Dies hat all die Zeichen einer unausgereiften, nach Schlagzeilen haschenden Politik. ... Es gibt einen Bedarf für eine Schock-Behandlung von Jugendlichen, die Messer mit sich herumtragen, aber die Mittel dafür sind schon da. Es gibt einen gewichtigen Korpus von Gesetzen, ... der angewandt werden kann. Ihn hart und zielgerichtet durchzusetzen, ist alles, was es braucht, aber das wird nicht getan. ... Präventive und abschreckende Maßnahmen sind nötig, und deshalb haben die Konservativen recht mit dem Einwand, dass alleine der Umstand, ein Messer ohne guten Grund mit sich zu führen, Gefängnis nach sich ziehen sollte. Der 'Schock' eines Gefängnisaufenthaltes, selbst wenn er kurz wäre, wird eine viel stärkere Abschreckung sein." (14.07.2008)
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Großbritannien