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Presseschau / Autorenindex


Appenzeller, Gerd


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Der Tagesspiegel - Deutschland | 17.04.2008

Drohen weltweit Hungerkrisen?

Gerd Appenzeller sieht durch den Welternährungsbericht der FAO bestätigt, dass die westliche Welt ihren Wohlstand auf Kosten der weniger entwickelten Welt erhält: "Der Vorwurf vor allem an die USA, Kanada, Australien und Westeuropa lautet, auf einen einfachen Nenner gebracht, diese reichsten Staaten der Erde würden den Rest des Planeten wie Kolonien behandeln... Indem die Industriestaaten, durchaus guten Glaubens, der dritten Welt ihr vermeintlich überlegenes Wirtschafts- und Agrarsystem aufzwingen und ihre ökonomische Macht ausspielen, ruinieren sie diese Länder. Simple Beispiele gibt es genug. Die Europäische Union subventioniert den Bau immer größerer Fischfangflotten und kauft Fangrechte vor den Küsten Afrikas auf. Mit dem Ergebnis, dass die portugiesischen und spanischen Trawler die traditionellen Fischgründe etwa der Senegalesen abräumen, und diese dann, völlig verarmt, auf maroden Kähnen an die Küste der kanarischen Inseln segeln, um dort auf eine bessere Zukunft zu hoffen."

Der Tagesspiegel - Deutschland | 20.12.2007

Die Erweiterung des Schengenraums

"Vor allem in Deutschland, aber auch in Skandinavien machen sich Polizei und Grenzbewohner Sorgen. Sie fürchten eine Zunahme der grenzüberschreitenden Kriminalität und eine Abnahme der Sicherheit", berichtet Gerd Appenzeller. Er hält die Angst jedoch für unberechtigt: "Es ist eine zwar nachvollziehbare, aber auch ein wenig absurde Angst, die es so ähnlich schon einmal gab, im Westen Europas, als dort am 26. März 1995 die Grenzkontrollen zwischen Frankreich, Deutschland und den Beneluxstaaten – um nur einige zu nennen – aufgehoben wurden. Da wurde die Bundespolizei ebenfalls abgezogen, wurden neue grenzübergreifende Fahndungsmethoden eingeführt. Mit dem Ergebnis, dass sich die Sicherheitslage nicht verschlechterte, sondern verbesserte. Auch jetzt kann keine Rede davon sein, dass in den Randlagen Deutschlands zu Polen und Tschechien die Bundespolizei über Nacht verschwände."

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