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Brstovšek, Andrej
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zu viele Außenminister
Obamas Entscheidung, Hillary Clinton zur US-Außenministerin zu machen, ist nach Meinung der Tageszeitung Dnevnik "Ausdruck seines großen politischen Mutes und Selbstbewusstseins, manchmal an Naivität grenzend. In seinem ersten Amtsjahr wird sich Obama natürlich vor allem mit der Lösung der Wirtschaftskrise beschäftigen müssen. Deshalb bringt ihm eine Autoritätsperson an der Spitze des Außenministeriums Vorteile. ... Obama ist offensichtlich überzeugt, dass er am Verhandlungstisch mit Hillary Clinton genügend Zusicherungen bekommen hat, dass sie ihre Ambitionen den seinen unterordnen wird. Doch mit der Wahl Clintons hat sich Obama gleich zwei Außenminister geholt, denn im Paket hat er auch den ehemaligen Präsidenten Bill Clinton bekommen. ... Außerdem hat Obama noch einen dritten 'Außenminister', den Vizepräsidenten Joe Biden, dem er eine einflussreiche Rolle in der Regierung versprochen hat. ... Das kann eine willkommene Sache sein oder aber das Rezept für eine Katastrophe, falls es Obama nicht gelingt, die Egos in seinem außenpolitischen Team zu zähmen."
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Politischer Wandel in Serbien
Im Gespräch mit dem Journalisten Andrej Brstovšek kommentiert der Politikdozent Miloš Bešić das Wahlergebnis in Serbien. "Diese Parlamentswahlen in Serbien waren die bisher wichtigsten, denn sie haben gezeigt, dass der serbische Wähler begonnen hat, sich vernünftig zu verhalten, das Volk hat sich zum ersten Mal eindeutig für den europäischen Weg entschieden." Die Gründe für den Wandel sieht Bešić auch darin, dass das europäische Lager Fragen wie Arbeitslosigkeit und Lebensstandard angesprochen habe. "Gleichzeitig wurde nie behauptet, auf den Kosovo verzichten zu wollen. Der europäische Weg sei der beste Weg, für den Kosovo zu kämpfen. ... Der Kosovo bleibt weiter ein Thema der politischen Debatte, doch ... auch die größten Nationalisten geben in Kneipengesprächen zu, dass die Sache verloren ist."
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Schengen und die Verschiebung der Grenze
Mit der Ausweitung des Schengenraums seien die Grenzkontrollen keineswegs abgeschafft, schreibt Andrej Brstovsek. Sie hätten sich nur verlagert. "Das Bild des Osteuropäers, der in den verherrlichten Westen möchte, hat sich auf den Ankömmling aus Bangladesch verschoben, der für den Weg nach Europa über 1000 Euro bezahlt – ohne zu wissen, ob er die europäische Schengenfestung überhaupt durchbrechen wird. Das neue Grenzregime hat aber auch für die unmittelbaren Nachbarn Folgen: So müssen die Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas nun 35 Euro für ein Schengen-Visum bezahlen, bislang war die Einreise nach Slowenien für sie kostenlos. Genauso geht es den Ukrainern, wenn sie nach Polen wollen, und sie haben ein durchschnittliches Gehalt von nur 200 Euro. Das Europa ohne Grenzen, das wir gerade feiern, ist auch weiterhin von festen Grenzen umgeben, von Zollbeamten, die sich freuen oder traurig sind, aber auf alle Fälle Wächter bleiben."
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