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29.08.2008

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Presseschau / Autorenindex


d'Argenio, Alberto


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 30.07.2008

Verweis vom Europarat

Der Menschenrechtskommissar des Europarats, Thomas Hammarberg, hat die italienische Regierung in einem am Dienstag veröffentlichten Report zur Abkehr von ihrer rigiden Einwanderungspolitik aufgerufen. Die Tageszeitung La Repubblica stimmt dem Bericht zu. "Die neuen italienischen Maßnahmen zur Immigration würden [laut dem Bericht] die Menschenrechte nicht berücksichtigen und schürten eine neue Welle von Ausländerfeindlichkeit. ... Es handelt sich dabei nicht um willkürliche Worte. ... Nach der Kritik des Europaparlaments folgt nun also die des Europarats. Doch bleibt die EU-Kommission, die weiterhin auf die von [Italiens] Innenminister Roberto Maroni versprochenen Informationen zum Sicherheitspaket wartet, das einzige Organ, das Italien zur Rechenschaft ziehen kann. ... Die Anklageschrift [beweist] die Unfähigkeit der Regierung, mit dem alten Problem der Immigration fertig zu werden, das auch mit den bestehenden Gesetzen bewältigt werden könnte."

La Repubblica - Italien | 12.06.2008

Maßnahmen der EU

Die italienische Tageszeitung La Repubblica berichtet über die geplanten Schritte der EU zur Abhilfe der Folgen des steigenden Benzinpreises: "Die Regierungen, so suggeriert das Dokument [der EU], sollten es sich auch zweimal überlegen, bevor sie Nein zur Atomenergie sagen. Eine weitere Komponente des EU-Rezeptes: größere Transparenz der Reserven und Senkung der Mehrwertsteuer für Energieprodukte. ... Kurzum, eine weiche Linie, um die Union auf die Realität des Öls zu Höchstpreisen einzustimmen und der Versuch, einzelne Initiativen der Mitgliedstaaten zu koordinieren. Etwa die italienische 'Robin-Hood-Steuer', deren Anwendbarkeit nun auch erstmals von der EU bezweifelt wird. Oder die harte Linie, mit der die spanische Regierung auf den LKW-Streik antwortet."

La Repubblica - Italien | 11.06.2008

Sieg der britischen Freihandelspolitik

Die italienische Tageszeitung La Repubblica sieht den Kompromiss zur EU-Arbeitszeitrichtlinie vor allem als Erfolg der britischen Politik: "Die Briten - Verfechter der langen Arbeitswoche - frohlocken, Belgier und Spanier kündigen Krieg an, der Verband der europäischen Gewerkschaften verurteilt den Kompromiss als nicht akzeptabel. Die Ärzte gehen auf die Barrikaden, denn die neue Richtlinie rechnet den inaktiven Bereitschaftsdienst zu den Ruhestunden. Seit sechs Jahren lag das Dokument brach, nun soll es die europäische Sozialpolitik mit der britischen Freihandelspolitik unter einen Hut bringen. ... Es handelt sich auf alle Fälle um einen Sieg der britischen Deregulation."

La Repubblica - Italien | 19.05.2008

Kein klares Konzept

Die Tageszeitung La Repubblica berichtet über einen Plan zur Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise, den die EU-Kommission morgen vorstellen will: "Als Antwort auf den Notstand legt [Kommissionspräsident] Barroso keine klaren Konzepte vor, das Dokument spricht von Eingriffen, die den Verteuerungseffekt bremsen sollen, ... wie die Förderung der zweiten und dritten Generation von Biokraftstoffen innerhalb und außerhalb der EU. ... Ein Dokument, das Polemiken auslösen wird, da es zu einer wachsamen Öffnung der EU zu genetisch modifizierten Nahrungsmitteln rät, deren Anbau in Europa, im Gegensatz zum Rest der Welt, beschränkt ist."

La Repubblica - Italien | 10.01.2008

Eine Charta der europäischen Muslime

400 muslimische Verbände wollen heute in Brüssel eine gemeinsame Charta unterzeichnen, die ihre Rechte und Pflichten in der westlichen Gesellschaft definiert. Die Initiative ging von der Vereinigung islamischer Organisationen Europas (FOIE) aus. Albert D'Argenio urteilt positiv: "Die friedliche Integration in die europäische Gesellschaft ist Pflicht, Moscheebauten und das Tragen traditioneller Kleidung hingegen ein Recht. Zum ersten Mal versucht die muslimische Zivilgesellschaft unseres Kontinents gegenüber einer großen Medienöffentlichkeit mit einer Stimme zu sprechen, sie lehnt dabei jede Form des Terrorismus ab... Zum ersten Mal leisten Europas Muslime eine gemeinsame Interpretation des Islam. Sie wollen sich untereinander verständigen und sich ihren Nachbarn verständlich machen. Das ist nicht wenig."

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