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Dassù, Marta
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Marta Dassù über das europäische Paradox
Marta Dassù, Direktorin des Aspen Instituts in Italien, schreibt in der Tageszeitung Financial Times, dass ein fragmentiertes Europa dem erklärten Ziel multilateralen Handelns der EU im Weg stehe: "Hierin liegt das europäische Paradox. Seit einem Jahrzehnt sind die Europäer die größten Verfechter eines 'reformierten' multilateralen Regierens. Sie haben eine entscheidende Rolle bei der Antwort auf die Finanzkrise gespielt und haben sich die Idee eines neuen 'Bretton Woods' (was immer das im Detail heißen mag) einfallen lassen. Jedoch ist ein fragmentiertes Europa auch ein Hindernis für genau dieses Ziel [des multilateralen Regierens]: Warum sollte der Rest der Welt mit einer Fülle von Völkern umgehen, die alle behaupten, für 'Europa' zu sprechen? Die einfache Wahrheit ist, dass die Europäer heute in allen internationalen Institutionen überrepräsentiert sind. Eine einzige Eurozonen-Stimme beim Internationalen Währungsfonds würde eindeutig Sinn ergeben. Jeder weiß jedoch, dass das nicht bald passieren wird. Dieser Widerspruch kann nicht bleiben, wollen die Europäer ernst genommen werden, wenn sie für internationale Regierungsreformen werben. Anstatt abstrakt über eine einzige EU-Stimme zu sprechen, sollten Europäer pragmatische Arrangements schmieden, um ihre externe Repräsentation zu vereinfachen und effektiver zu machen."
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