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Derkaczew, Joanna
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Frankreich lädt Europas Kultur ein
Die Tageszeitung Gazeta Wyborcza bespricht die "Europaïsche Kultursaison" in Frankreich, zu der Künstler aus allen anderen 26 EU-Staaten eingeladen wurden. "Das halbe Jahr der französischen EU-Präsidentschaft könnte einen Umbruch für die Kultur bringen. Ein Land, das jahrelang zu den einflussreichsten Kunstzentren gehörte, das Trends setzte, das seit André Malraux immer hervorragende Kulturminister hatte, will zu seiner Mäzen- und Betreuerrolle der übrigen Mitgliedsstaaten zurückkehren. Mit der 'Saison culturelle européenne' ... will Frankreich beweisen, dass es immer noch Chancen hat, nicht nur vom Titel her, sondern tatsächlich ein EU-Anführer zu sein. ... Die Frage ist nur, ob diese Projekte und Ausstellungen die europäischen Künstler wirklich einander näher bringen werden, ob sie helfen, das Spezifische und die Bedürfnisse der europäischen Kunst zu verstehen. ... Vielleicht muss Frankreich zum ersten Mal einsehen, dass es immer häufiger nicht nur sprechen, bewerten und beraten sollte, sondern auch zuhören?"
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Polens Theater stürzen sich auf die Stadtgeschichte
Stücke zur Stadtgeschichte sind ein neuer Trend an Polens Theaterbühnen. Joanna Derkaczew findet, diese Stücke seien weder originell noch würden sie eine neue Sichtweise auf die polnische Geschichte entwickeln. "Ein Teil dieser misslungenen, zweitklassigen Theaterstücke ist die Folge des Erfolgs von Jan Klatas 'Transfer!' - eines viel gelobten Projekts über die Erinnerungen von umgesiedelten und vertriebenen Deutschen und Polen. Wer möchte nicht wie Klata gefeiert werden? Die restlichen Produktionen entstanden allerdings nur wegen der in den letzten Jahren herrschenden Geschichtspolitik und der Mode, sich für alles zu interessieren, was mit 'Nation' zu tun hat. Außerdem bekam man leicht Zuschüsse für solche Projekte... Über Polen schallt ein lautes 'Wir erinnern uns', aber es klingt mehr nach: 'Wir erinnern uns - an das, was bequem und ungefährlich ist'."
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