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Presseschau / Autorenindex
Fleichhacker, Michael
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Obama und die Minderheiten
Hinter der Begeisterung vieler Europäer über den Sieg Barack Obamas bei den US-Präsidentschaftswahlen verbirgt sich das Unbehagen über den eigenen Umgang mit Minderheiten und Zuwanderern, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Barack Obamas Wahlsieg wirkt auf eine zunehmend fatale Art inspirierend, sowohl in der Kritik als auch in der Zustimmung. Einerseits spricht aus etlichen Reaktionen kaum verhohlener Rassismus (Klaus Emmerich [österreichischer Fernsehjournalist]) oder halblustige Verblödung (Silvio Berlusconi [italienischer Ministerpräsident]). Andererseits verbirgt sich in der bis zur Hysterie gesteigerten Begeisterung vieler Europäer über diesen Sieg das Unbehagen über den eigenen Umgang mit Minderheiten, Zuwanderern und Deklassierten. Der Atlantische Ozean fungiert dabei als eine Art moralisches Entlastungsgerinne. ... Vielleicht werden die Jüngeren unter uns noch einen türkischstämmigen Bundeskanzler erleben. Aber nur, wenn es zu einer gesteuerten Zuwanderungspolitik und zu einer radikalen Änderung der Integrationspolitik kommt."
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Haiders Tod könnte Österreichs Rechte wieder vereinen
Haiders Tod könnte zu einer Wiedervereinigung der rechten Parteien Österreichs führen, die sich am Beispiel der konservativen deutschen Schwesterparteien CDU und CSU orientiert, meint die Tageszeitung Die Presse: "Für ein erfolgreiches Weiterbestehen des BZÖ, das sowohl programmatisch als auch personell ohne Haider ein politisches Nullum ist, gibt es außerhalb Kärntens nur eine einzige denkbare Chance: Die Fortsetzung von Haiders Kampf gegen 'das System' im Gedächtnis seines Gründers, die durch den jetzt stärker werdenden Druck in Richtung Große Koalition durchaus Aussicht auf Erfolg hat. ... Mit der Entscheidung, Haiders Freund und Pressesprecher Stefan Petzner zu seinem Nachfolger zu machen, deutet sich denn auch an, dass sich das BZÖ darauf konzentrieren will, in Kärnten, wo Haider bei den nächsten Wahlen auf eine absolute Mehrheit zugesteuert hätte, dank Haiders Strahlkraft über seinen Tod hinaus an der Macht zu bleiben. Der Ruf, das Dritte Lager über Haiders Grab wiederzuvereinigen, könnte also durchaus in der schon oft diskutierten 'CDU/CSU'-Lösung münden."
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