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Presseschau / Autorenindex
Fóris, György
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Psychologie spielt eine Rolle
Die Wirtschaftszeitung Világgazdaság schreibt: "Es ist keineswegs von der Aufstellung eines 'europäischen Fonds' die Rede. Stattdessen ist der anvisierte Rahmen in Höhe von 130 Milliarden Euro die Summe all jener Maßnahmen, die in den einzelnen Mitgliedsländern zur Eindämmung der Krise getroffen worden sind. ... Was auf den ersten Blick ins Auge sticht, ist das haarscharf austarierte Gleichgewicht zwischen den Möglichkeiten und Instrumenten der Gemeinschaft und denen der einzelnen EU-Mitglieder. ... Wie wir wissen liegt die Schwachstelle der EU-Wirtschaftspolitik darin, dass die Pläne, die auf EU-Ebene ausgearbeitet werden, im Grunde nur auf nationaler Ebene verwirklicht werden können - mit unterschiedlichen Resultaten. Auch im aktuellen Paket spiegelt sich der Versuch der EU-Kommission wider, aus ihrem engen Bewegungsspielraum das Maximum herauszuholen. ... Doch spielt hier freilich auch die Psychologie eine Rolle: Es gilt, die negative Spirale, in der sich die Weltwirtschaft heute befindet, irgendwie umzukehren. Und hierzu sind bisweilen Aufsehen erregende Ankündigungen notwendig."
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Ungarn im Spiegel der EU
Zweieinhalb Jahre vor der ersten ungarischen EU-Ratspräsidentschaft macht sich György Fóris über das negative Ungarn-Bild in der EU Gedanken. "Jahrelang haben wir in den Augen der EU als Musterschüler gegolten. ... Indes kamen nach dem EU-Beitritt [2004] nach und nach unsere himmelschreienden Unzulänglichkeiten zutage. Zuerst brach der Forint [ungarische Währung] zusammen, dann liefen das Budgetdefizit und die Inlandsverschuldung aus dem Ruder, schließlich war Ungarn das einzige Land, das kein einziges Maastrichter Kriterium [Voraussetzung für den Beitritt zur Währungsunion] erfüllen konnte. ... Die ungarische EU-Ratspräsidentschaft in zweieinhalb Jahren könnte uns nach Jahren des Imageverlustes die große Chance bieten, das Ansehen unseres Landes wieder zu verbessern. ... Wenn jedoch die Funktions- und Leistungsfähigkeit Ungarns zu wünschen übrig lassen, wenn sich das Land wegen der schlechten Wirtschaftsdaten ständig schämen muss, ... wenn es stets Bittsteller ist und sich vor den anderen laufend rechtfertigen muss – während im Hintergrund ein innenpolitischer Kampf auf Gedeih und Verderb tobt – dann wird das 'Gewicht' des Ratsvorsitzes ziemlich gering sein."
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EU-Einwanderungspakt nur geschicktes Marketing?
Die Wirtschaftszeitung Világgazdaság macht sich über den von der französischen EU-Ratspräsidentschaft lancierten Einwanderungspakt Gedanken: "Der ... 'Einwanderungspakt' war ... ein Flaggschiff der ... EU-Ratspräsidentschaft. ... [Er] setzt sich ... aus fünf Teilgebieten zusammen: Die Eindämmung von illegaler Einwanderung, die Beschäftigung von legalen Einwanderern, die Zusammenarbeit mit jenen Ländern, aus denen die Einwanderer kommen, die Harmonisierung der Flüchtlingspolitik und die Stärkung der Überwachung der EU-Außengrenzen. Paris hat weder neue Rechtsregeln vorgelegt noch hat es die Schaffung eines ... Grenzschutzes vorangetrieben. Es macht auch keine Anstalten, einen Geldfonds für jene Länder aufzustellen, aus denen die Einwanderer kommen. Frankreich hat lediglich mehrere bereits bestehende Projekte zu einem Paket zusammengeschnürt: ... Gleichwohl muss festgestellt werden, dass der 'Erfolg der französischen Ratspräsidentschaft' eher auf geschicktem Marketing basiert, als auf dem Ergebnis tatsächlicher Anstrengungen."
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