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Hanák, Jiří
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Widerspenstiger Klaus
Tschechiens Präsident Václav Klaus hat sich gegen überspitzte Ziele der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2009 ausgesprochen. Das Prager Parlament sollte sich so lange nicht mit der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon befassen, wie die Iren zu ihrem Nein stehen. Die linke Zeitung Právo vermutet hinter Klaus' Aussagen persönliche Interessen: "Es wäre nützlich, wenn sich auch Prag bemühte, die Iren zu überzeugen. Zumal jetzt auch die britischen Konservativen und der letzte polnische Husar, Präsident Kaczyński, ihren Kampf gegen Lissabon aufgegeben haben. ... Hinter Klaus' Gerede von den nationalen Interessen und der Pflege der nationalen Souveränität verbirgt sich etwas Unausgesprochenes: Es ist besser, der erste Mann eines kleinen Landes zu sein als einer von vielen in einem großen Ganzen. Das ist das Geheimnis seines Widerstands gegen die Integration."
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Schändliche Anerkennung
Tschechien hat gestern nach langem Zögern die Anerkennung des Kosovo beschlossen. Jiří Hanák fühlt sich an das Münchner Abkommen von 1938 erinnert, mit dem die Westmächte Hitler-Deutschland das Sudetenland abtraten, was die Tschechoslowakei damals als Verrat auffasste. "Großbritannien und Frankreich wählten 1938 zwischen Schande und Krieg. Sie entschieden sich für die Schande und bekamen obendrein den Krieg. In der Kosovo-Frage wählte der Westen zwischen Schande und der Ruhe auf dem Balkan. Er entschied sich für die Schande, aber Ruhe in der Region wird es wohl kaum geben. ... Als die Westmächte 1938 ein Stück der Tschechoslowakei amputierten, meldeten sich Tausende Serben als Freiwillige in der tschechoslowakischen Armee. Daran hätte Prag denken können. Aber in der Politik gibt es keine Dankbarkeit."
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