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Postelnicu, Andrei
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Antikapitalistischer Lärm
Andrei Postelnicu greift die Worte des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler auf, der vor einigen Tagen die internationale Finanzindustrie als "Monster" bezeichnet hat: "Selbst Silvio Berlusconi gewann sein Mandat als Premier mit der Wahlbotschaft, wie verdrießlich doch jener Kapitalismus ist, der ihn – und das ist der Gipfel – eigentlich reich gemacht hat. Und Nicolas Sarkozy verharrt weiter in der gallischen Tradition, den Weltkapitalismus zu 'remoralisieren'. ... Ohne jetzt eine Abhandlung über die notwendige Anpassung an den Kapitalismus schreiben zu wollen, ist das Auftauchen dieser Aussagen doch überraschend. Mit Ausnahme Deutschlands sind die großen europäischen Wirtschaftsländer zu nicht mehr in der Lage, als ihren Bürgern einen stagnierenden Lebensstandard zu bieten. Also machen Politiker, was sie oft machen: Sie geben äußeren Faktoren die Schuld für ihre eigene Reformunfähigkeit. ... In diesem Kontext besteht die Gefahr, dass aufgrund des antikapitalistischen Lärms, der gerade durch Europa schallt, die einheimischen Politiker noch einmal verstärkt den Reformprozess abbremsen, sei es im Wirtschafts- oder Justizbereich."
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Gute Zukunftsaussichten für die rumänische Wirtschaft
Der britische Economist hat prognostiziert, Rumänien werde im Jahr 2020 wirtschaftlich so weit entwickelt sein wie Italien. Andrei Postelnicu meint: "Diese Prognose erinnert uns daran, dass sich Rumänien gerade chaotisch entwickelt, ohne Strategie, ohne klare Maßnahmen. Der Nato-Beitritt erfolgte aufgrund der geopolitischen Konjunktur. Der EU-Beitritt endete als politischer Kompromiss über ökonomisch-juristische Kriterien, von denen die ganze Welt wusste, dass wir sie nicht erfüllen... Laut dem Economist haben wir aber jetzt die Chance, nicht mehr hin und her zu schwanken zwischen der dummen Einbildung, wir seien das Zentrum des Universums und der Selbstzermarterung als ewige Opfer... Spanien hat das italienische Niveau bereits 2006 erreicht - mit Hilfe von hunderttausenden rumänischen Emigranten. Warum sollten wir das also erst 2020 schaffen?"
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Rumänen vertrauen ihrem Frisör
Eine Umfrage hat kürzlich gezeigt, wie wenig Vertrauen die Rumänen in die Politik haben. Andrei Postelnicu erklärt: "Als Institution genießt die Kirche das größte Vertrauen der Bevölkerung. Trotzdem schafften es die Pfarrer nur auf Platz 7, hinter Feuerwehrleuten, Piloten, Wissenschaftlern, Ärzten und Apothekern. Das sollte dem Patriarchen Daniel zu denken geben, der selbst auch nur auf Platz 47 unter den rumänischen Persönlichkeiten gelandet ist. Auch die Politiker bekamen eine Ohrfeige - ihr Beruf landete an letzter Stelle, auf Platz 30, weit abgeschlagen hinter Busfahrern und Frisören... Bei den Persönlichkeiten aus Film und Sport liegen Nadia Comaneci und Gica Hagi vorn, Stars aus früheren Zeiten. Die Rangfolge zeigt, dass die Rumänen sich in Nostalgie und Fantasiewelten flüchten. Die Gegenwart muss der Vergangenheit Platz machen."
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