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21.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Środa, Magdalena


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dziennik - Polen | 08.08.2008

Die Spiele in Peking sind ein Skandal

Die Tageszeitung Dziennik veröffentlicht zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking einen offenen Brief von 19 polnischen Intellektuellen, in dem das Internationale Olympische Komitee (IOC) scharf kritisiert wird. "Die Vergabe der Olympischen Spiele an China ist ein Skandal, für den die Funktionäre des Olympischen Komitees Verantwortung tragen. Ihre Behauptung, sie könnten sich nicht in die Politik einmischen, ist zynisch und verlogen. Die Einhaltung von Menschenrechten ist eine universelle Zivilisationsnorm, die lediglich von Kommunisten und Faschisten nicht eingehalten wird. Wir verurteilen nicht Sportler, die an den Olympischen Spielen teilnehmen - nicht sie haben entschieden, wo sie stattfinden. ... Wir äußern aber unseren Missmut allen Politikern gegenüber, die durch ihre Anwesenheit in Peking - unabhängig von ihren verbalen Erklärungen - einen diktatorischen Staat bestätigen. Wir wollen vor allem unsere Solidarität mit allen Menschen äußern, die in China der Freiheit und der grundlegenden Rechte beraubt werden. Wir sind überzeugt, dass jede Diktatur - auch wenn sie ein mächtiger Staat ist - verurteilt werden muss."

Gazeta Wyborcza - Polen | 05.03.2008

Magdalena Środa fordert mehr Anstand von polnischen Journalisten

Die Warschauer Philosophin Magdalena Środa wirft den polnischen Medien vor, der fatalen Politik des ehemaligen Premierministers Jarosław Kaczyński zugearbeitet zu haben. "Die Überwachung von politischen Gegnern, die (grundlosen) demonstrativen Verhaftungen und Anklagen, die Abhöraktionen und Hetzkampagnen - all das sind Fakten. Manche Aktionen führte die PiS selbst durch, für andere brauchte sie die Medien. Es reicht nämlich nicht, jemanden zu verhaften, um ihn zu vernichten, man muss die Sache noch in die Medien bringen... Anstand ist eine sehr wichtige Tugend. Nicht nur eine journalistische, sondern einfach eine menschliche. Wir können natürlich hoffen, dass wir in diesem Land nie mehr unter Politikern leben werden, die den Journalismus zum Hetzen, zum Denunzieren und zum Vernichten von Menschen missbrauchen werden. Aber allein der Glaube an die demokratischen Mechanismen und an die Vernunft der Politiker reicht nicht aus."

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