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Sinn, Hans-Werner
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Moderne Völkerwanderung
In seiner Kolumne für die Online-Wirtschaftszeitung Taloussanomat setzt sich der Münchener Professor für Wirtschaftswissenschaften und Leiter des Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, mit den heutigen Problemen der Migration in Europa auseinander. "Mehr als 800.000 Osteuropäer, vor allem Polen, haben in den letzten vier Jahren in Großbritannien Arbeit gesucht. ... Die meisten Einwanderer sind entweder Unternehmer oder arbeitslos. ... Einwanderung ist im Prinzip nützlich für Immigranten und das Aufnahmeland. Die Einwanderer verdienen besser als in ihrem Herkunftsland, das Bestimmungsland hat Zugang zu billigen Arbeitskräften. ... In der Praxis ist ... Zuwanderung [jedoch] nicht so wertvoll wie sie sein könnte. Hauptursache dafür ist, dass die Beschäftigung von Zuwanderern verhindert wird. ... Die Aufnahmeländer versuchen oft, die Einwanderung auf beruflich qualifizierte Arbeitskräfte zu beschränken. ... Zielländer ..., die qualifizierte Arbeitskräfte anziehen sind vor allem ... englischsprachige Länder wie Kanada, Irland, Australien, USA und Großbritannien, aber auch Dänemark und Norwegen. ... Die europäische Landschaft verändert sich in diesem Jahrhundert genau so schnell wie zu Zeiten der Völkerwanderung."
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Streit um Mindestlöhne in Deutschland
In Deutschland wird nach der Einführung eines Mindestlohns für Briefzusteller heftig über Mindestlöhne für weitere Branchen gestritten. Der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn hält das für den falschen Ansatz: "In Frankreich hat der Mindestlohn, den 15 Prozent der Arbeitnehmer beziehen, die Jugendlichen in die Arbeitslosigkeit getrieben; damit ist er mittelbar verantwortlich für die gewalttätigen Ausschreitungen der letzten Jahre... Das Jahr 2007 wird als Zeitenwende in die deutsche Geschichte eingehen, denn in diesem Jahr hat sich Deutschland von der sozialen Marktwirtschaft verabschiedet, wie sie von Ludwig Erhard geprägt wurde. Bislang galt in Deutschland das ordnungspolitische Credo, dass eine Marktwirtschaft freie Preise braucht, weil Preise ihr zentrales Lenkungsinstrument sind. Maßnahmen zur Korrektur der Einkommensverteilung sind möglich und nötig, dürfen sich aber nur fiskalischer Instrumente bedienen. Dieses Credo gilt nicht mehr."
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