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20.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Steinberger, Petra


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 25.02.2008

Saskia Sassen über das Verschwinden der Agora

Die Soziologin Saskia Sassen spricht im Interview mit Petra Steinberger über die Zukunft der Städte. "Die Stadt war immer der Ort für Kritik und Diskussion. Doch die Idee der Agora steckt heute in großen Schwierigkeiten, denn die Menschen existieren zunehmend innerhalb ihrer kleinen Welten. Auf der Agora trafen sich verschiedenste Schichten und Klassen. Heute gibt es nicht nur klar abgegrenzte 'gated communities', sondern auch immer mehr unsichtbare Schranken. Nur eine bestimmte Gruppe von Menschen betritt die Luxusbezirke. Interaktion findet kaum noch statt... Die Umwälzungen werden in den oberen und unteren Schichten erlebt. Oben orientiert man sich an globalen Verbindungen. Unten wird Verelendung erlebt, aber auch Transnationalismus und Internationalismus, was sich in der Debatte um Immigration zeigt. In Städten passiert gerade eine Menge, aber die Agora als ein Ort, an dem all diese Entwicklungen zusammentrafen, ist verschwunden. Anstelle des öffentlichen Raums gibt es heute vielerorts nur noch öffentlichen Zutritt."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 19.02.2008

Petra Steinberger über das Identitätsstiftende von Flaggen

Petra Steinberger nimmt die neue Fahne des Kosovo zum Anlass, über die Bedeutung von Flaggen nachzudenken. "Mit seiner Fahne will ein Staat ein Image schaffen über seine Ziele, sein Volk, seine Kultur, seine Ideologie - und das schon seit den ersten Tagen des Nationalstaates. Denn der wurde vor allem außerhalb Europas manchmal eher zufällig zu einem solchen erklärt. Und selbst im Geburtskontinent der 'Nation' brauchte man Symbole, die einigten. So entstanden die ersten Museen und Hymnen, Flaggen und Wörterbücher, in denen echte oder imaginierte Vorgeschichte zusammengewürfelt wurde in das neue Bild eines Nationalvolkes... Wenn man es recht bedenkt, waren die Symbole und ihre Aussagen eigentlich immer recht simpel. Freiheit. Gleichheit. Gott. Irgendeiner. Oder: Unser Land, unser wunderwunderschönes Land. Oder: Wir sind die Größten... Die Flaggen des beginnenden 21. Jahrhunderts ähneln sich und ihren Vorgängern in einem: Sie versuchen, mal gut, mal weniger gelungen, gesellschaftliche Ideale wie Manien umzusetzen. Deshalb ist ihr symbolisches Reservoir begrenzt. Sonne, Mond und Sterne. Tiere. Schwert. Kreuz. Land. Und Farben."

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