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Presseschau / Autorenindex
Turlin, Jean-Louis
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Reformbedürftige UNO
Die UNO hat ihre Ziele noch lange nicht erreicht. Institutionelle Probleme lähmen ihre Entscheidungsgremien, meint die liberalkonservative Tageszeitung Le Figaro: "In der 63. Sitzungsperiode der Generalversammlung wird sich das einzigartige Forum UN von seiner besten Seite zeigen: dem einer Volksversammlung für die Schwächsten und die Stärksten. Doch die neuerlichen Blockaden seiner Exekutive – des Sicherheitsrates – verdeutlichen die Notwendigkeit einer Reform. Derzeit fungiert die UN mehr denn je als Resonanzkörper. ... Die Institution mit ihren 100 000 Blauhelmen vor Ort war noch nie so gefragt wie heute. Doch sie übergeht regionale Interessen. Ihr multilateraler Ansatz wird manchmal als Angriff auf die nationale Souveränität wahrgenommen. Ergebnis: Der Sicherheitsrat findet keinen Konsens. Er wird ohnmächtig, sobald eine Krise die fünf Mitglieder mit Vetorecht entzweit. ... In Einem sind sich alle einig: Eine Reform ist dringend nötig, und die Verhandlungen könnten in den nächsten Monaten beginnen."
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Der 11. September als literarischer Topos
Im Interview mit Jean-Louis Turlin äußert sich der amerikanische Schriftsteller Don DeLillo, dessen Roman "Falling Man" soeben in Frankreich erschienen ist, über die Auswirkungen der Ereignisse vom 11. September 2001 auf die Literatur. "Wir leben in einer gefährlichen Zeit. Was einige nur als kurzlebige Nachrichten erleben, kann sich in der Wahrnehmung eines Schriftstellers als Bedrohung für die Welt darstellen... Der 11. September dürfte in den kommenden Jahren ein wichtiges literarisches Thema werden, sofern eine ausreichende Zahl junger Autoren bereit ist, sich der gewaltigen Realität dieses Ereignisses auszusetzen. Sind die Schriftsteller bereit, diese wichtige Aufgabe ernsthaft in Angriff zu nehmen, bei der Religion, Politik oder Geschichte Raum in der Erzählung beanspruchen? Der Roman als literarische Gattung hat Hunger nach Erfahrung. Seine potenzielle Reichweite ermöglicht es einem Schriftsteller, große historische Kräfte im Innenleben seiner Figuren anzusiedeln."
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