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Versieux, Nathalie
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Das zweite Leben der deutschen Kirchen
Im Bezirk Neukölln der deutschen Hauptstadt Berlin öffnete vor kurzem eine neue Moschee in einem Gebäude, das ursprünglich eine Kirche war. Die Deutschland-Korrespondentin von Libération, Nathalie Versieux, kommt auf dieses Ereignis zurück: "Auf den ersten Blick ist es schwer zu verstehen, wieso dieser Ort so viel Aufregung hervorgerufen hat. ... Dennoch hat der Ort in Deutschland eine lebhafte Auseinandersetzung provoziert... 'Der neue Mieter heißt Mohammed', titelte damals die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel. ... Was soll aus solchen überflüssig gewordenen Kirchen werden, die von Kirchgängern nicht mehr besucht werden? Innerhalb von siebzehn Jahren wurden in Berlin 20 von 2000 evangelischen und 20 von 200 katholischen Kirchen geschlossen. ... Wegen der Dringlichkeit dieses Themas haben sich die deutschen Bischöfe auf einen Verhaltenskodex geeinigt: die Zerstörung einer Kirche darf nur als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden. Der Verkauf eines Baus an eine andere Religion ist ausgeschlossen. ... Umso heikler ist das Thema, weil der Islam wächst, was die Ratlosigkeit der deutschen Christen noch verstärkt."
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Die "Satanischen Verse" auf der Bühne
Nathalie Versieux hat sich die erste Theateradaption der "Satanischen Verse" Salman Rushdies am Hans-Otto-Theater in Potsdam angeschaut. "Die Polizei agierte diskret und die wütenden Demonstrationen religiöser Fanatiker, die die Veranstalter befürchtet hatten, blieben aus. Die meisten muslimischen Organisationen in Deutschland hatten zur Mäßigung aufgerufen. Aber auch auf der Bühne passierte wenig - trotz all des Gestikulierens, Herumgeschreies und der Ton- und Lichteffekte, die der Regisseur Uwe-Eric Laufenberg offenbar bevorzugt... Laufenbergs Inszenierung hat an vielen Stellen eher etwas von einer schlechten Farce und wird sicher nicht in die deutsche Theatergeschichte eingehen... Die Kritiken reklamierten vor allem die Abwesenheit des interkulturellen Dialogs, den das Theater angekündigt hatte. Das Wichtigste an dem Stück ist, dass es dieses nun gibt."
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