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Presseschau / Autorenindex
Abescat, Michel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jean-Pierre Luminet über das Verschwinden der Nacht
Michel Abescat fragt den Astrophysiker Jean-Pierre Luminet, welche Auswirkungen die vielen Lichter in den Städten auf die Nacht haben: "Für einen Amateurastronomen ist das dramatisch: Alles ist jetzt künstlich hell. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass wir den Kontakt mit dem Universum, in dem wir leben, verlieren. Es gibt Stadtbewohner, die noch nie die Milchstraße gesehen haben. Ist sich jemand, der noch nie den Himmel so gesehen hat, wie er wirklich ist, überhaupt bewusst, dass ihm eine grundlegende menschliche Erfahrung entgeht? Am Anfang war es der Blick der Höhlenmenschen auf die Nacht, der wahrscheinlich zu den ersten großen metaphysischen Fragen geführt hat... Wenn wir durch die künstliche Beleuchtung das Panaroma der Nacht immer mehr auslöschen, droht ein gigantischer Sinnverlust."
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Daniel Pennac über Kommerz und Kinderwünsche
Der französische Krimi- und Kinderbuchautor Daniel Pennac bedauert im Gespräch mit Michel Abescat die zunehmende Vereinnnahmung der Kinderwelt durch Konsum und Werbung: "Täglich werden bei Kindern Konsumwünsche geweckt, die denen Erwachsener entsprechen: Kleidung, Lebensmittel, Fortbewegung, elektronische Geräte, Handys... Das Kind wird so zu einem kommerziellen Faktor, zu einem unentbehrlichen Teilchen im Getriebe der Warengesellschaft, es wird auf eine Stufe mit den Erwachsenen gestellt. Es gelangt zu Besitz ohne Gegenleistung, mit dem Geld seiner Eltern oder aus 'anderen Quellen'. Dem System ist das egal, solange Geld im Umlauf ist. Heutige Schulkinder sind kleine Eigentümer, die von Wünschen beseelt sind, an deren schnelle Erfüllung sie gewöhnt sind. In unserer Kultur ist der Erwerb des begehrten Gegenstands das Hauptmittel für Eltern geworden, ihre Zuneigung zu zeigen."
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