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Presseschau / Autorenindex


Ajavon, François-Xavier


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 22.09.2006

François-Xavier Ajavon über Geschlechtergleichheit

Der französische Philosoph François-Xavier Ajavon, bekannt für polemische Äußerungen, meint, dass eine zu "heldenhafte" Darstellung der Frau in den Medien der Gleichstellung von Mann und Frau schadet. "Sind unsere westlichen Gesellschaften dabei, sich von einer ewigen Herabwürdigung der weiblichen Gattung zu lösen und stattdessen den fortschrittlichen Mythos einer übernatürlich starken und idealen Frau zu schaffen? Darf die über dunkle Jahrhunderte andauernde Verleugnung der schmerzlichen Diskriminierung der Frauen zum Entstehen einer alles einnehmenden neuen Medienfigur, der 'Überfrau' führen, die doch nur für einen winzigen Teil der Bevölkerung steht?... Darf der Wandel vom Frauenhass zur Frauenfreundlichkeit ein Nachteil für echte Frauen werden?... Zu wissen, dass Frauen heute Pilotin eines A380 bei Air-France oder Präsidentin werden können, bringt den meisten Französinnen gar nichts, denn sie hoffen vor allem auf tatsächliche Gleichstellung beim Gehalt oder am Arbeitsplatz."

Libération - Frankreich | 28.02.2006

Dmitri Schostakowitsch

Zum 100. Geburtstag des Komponisten Dmitri Schostakowitsch schreibt Musikkritiker François-Xavier Ajavon: "Dieser große Komponist wurde auf Grund der großen Ironie der Geschichte als Russe ein Jahr nach der gescheiterten Revolution von 1905 geboren und starb als Sowjetbürger 1975. Er blieb immer dem Grundsatz treu, ein persönliches Werk zu schaffen, trotz der politischen Umstände. Der menschliche und künstlerische Weg Schostakowitschs ist uns ein Vorbild. Er zeigt, dass die Kraft des Willens über alles siegt, selbst über das Unbeschreibliche... Welcher andere Komponist hätte die fürchterlichen Angriffe manch linker westlicher Intellektueller überstanden, die sich dem Dogma des Modernismus unterworfen hatten?... Welcher andere Komponist hätte den zahlreichen Attacken, dessen Zielscheibe er in seinem Heimatland Sowjetunion war, so widerstanden? Zudem ist er seinem Land immer treu geblieben. Und es dankte ihm das mit einem kontinuierlichen intellektuellen Krieg.

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