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Ansaldo, Marco


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 31.07.2008

Viel Arbeit für die EU

Die Tageszeitung La Repubblica sieht nach dem Urteil des türkischen Verfassungsgerichts viel Arbeit auf die türkische Regierung zukommen: Trotz der positiven Seite des Urteils, "das das Klima der Unsicherheit aufhebt, ist sich Erdoğan darüber im Klaren, dass die Türkei kostbare Zeit verloren hat und zwar vor allem in Bezug auf ihren seit 2005 angestrebten Beitritt in die EU. Die Reaktion der Führer in Brüssel ist positiv, das Urteil erlaubt Ankara, seinen Weg fortzusetzen. Acht der 35 für die EU-Aufnahme geforderten Kapitel sind bereits auf dem Verhandlungstisch und die französische Präsidentschaft will vor ihrem Turnusende zwei weitere eröffnen. Die Türkei atmet auf."

La Repubblica - Italien | 28.07.2008

Terror in Istanbul

Gestern starben mindestens 15 Menschen bei Bombenanschlägen in Istanbul. Für die Tageszeitung La Repubblica ist der Höhepunkt der Krise in der Türkei jedoch noch lange nicht erreicht. "Die Sprengkörper detonierten am Abend vor der Tagung des Obersten Gerichtshofes in Ankara, der über das Verbot der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP entscheiden wird, die der Islamisierung des Landes beschuldigt wird. Die Sicherheitsdienste schließen ein Attentat auf den Premierminister Recep Tayyip Erdoğan nicht aus." Einer der Anklagepunkte gegen Erdoğan sei die Einführung des Schleiers an Universitäten, die "der Opposition und den Militärs Rückwind gegeben haben, die die Ernennung des Vizes von Erdoğan, Abdullah Gül, im vergangenen Jahr zum Staatspräsidenten ... nicht verwunden haben. ... Elf Richter, die von Güls Vorgänger, dem ehemaligen Magistraten Ahmet Necdet Sezer, der dem laizistischen Flügel angehört, ernannt wurden, entscheiden, ob die 71 Mitglieder der Regierungspartei, gehen müssen. Sieben Ja-Stimmen genügen, um die AKP zu verbieten. Die Türkei weiß das und fürchtet neue Terroranschläge."

La Repubblica - Italien | 10.07.2008

Ende der Stabilität

"Die Angst kehrt in die Türkei zurück", kommentiert die Tageszeitung La Repubblica die politische Krise in der Türkei. "Nach den Verhaftungen der Militärs während des Prozesses zur Auflösung der Regierung [könnte] das Attentat das Ende einer langen Periode der politischen Stabilität bedeuten. … In Istanbul und in Ankara ist man sich einig, dass das Attentat in einem Moment allergrößter Spannung geschehen ist. Die islamische konservative regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung AKP hat seit 2002 der Wirtschaft bedeutende Impulse gegeben und Reformen durchgeführt, die die Hoffnung auf Aufnahme in die EU berechtigten, sie hat aber auch kontroverse Maßnahmen wie die Rückkehr des Schleiers in der Universität und Alkoholverbot in einigen Gebieten der Großstädte eingeführt."

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