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Baier, Uta


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 14.12.2007

Die Kirche und die zeitgenössischen Künstler

Der bekannteste Leipziger Künstler, Neo Rauch, hat für den Naumburger Dom drei Fenster gestaltet. Uta Baier beobachtet die neue Allianz von zeitgenössischen Künstlern und der Kirche: "Wie einst die Kirchenherren der Gotik und Renaissance scheuen die Kirchen nicht mehr vor der zeitgenössischen Kunst zurück. Nur dass die Künstler heute nicht von den Kirchen leben, sondern die Kirchen von den Künstlern. Denn bezahlen mussten die Naumburger die Entwürfe nicht - sie hätten es auch gar nicht gekonnt. Wie der Maler Gerhard Richter sein Fensterbild dem Kölner Dom, stellte Neo Rauch seine Entwürfe dem Naumburger kostenlos zur Verfügung. Wahrscheinlich gibt Rauch sogar noch Geld zur Realisierung dazu. Offenbar ist es (wieder) eine Ehre, für die Kirche arbeiten zu dürfen. Vielleicht auch, weil die Kirche verlässlicher Ewigkeit verspricht als das Museum, selbst wenn sie nicht immer zufrieden ist mit den Künstlern."

Die Welt - Deutschland | 05.05.2006

Caspar David Friedrich-Schau in Essen

Uta Baier hat die große Caspar David Friedrich-Ausstellung in Essen angeschaut und stellt fest: "So wie Friedrichs Figuren die Natur betrachten und verstehen, so will auch der Bürger von heute wieder in der Natur stehen: ihren Gewalten ausgeliefert, sich klein fühlend, immer ein Kreuz in der Nähe und mit einer leisen Ahnung der eigenen Vergänglichkeit. Nicht umsonst sollen Einwanderer nach Deutschland wissen, welche Landschaft Caspar David Friedrich auf Rügen malte..." Das Konzept der Schau sieht Baier kritisch: Die Ausstellung "zeigt anhand der Zeichnungen, wie genau Friedrich Bäume und Gräser, Kleider und Hauben, Schiffe und Felsen studierte und skizzierte, bevor er sie in seine Bilder montierte, doch sie erklärt nichts... Idee und Konzept wurden auf Handzettel und in den Katalog verbannt, der Besucher auf einen dicht gehängten Parcours ohne Saaltexte, Kapitelüberschriften oder Zitate geschickt."

Die Welt - Deutschland | 24.02.2006

Documenta 2007

"So früh war noch keiner", bemerkt Uta Baier anlässlich einer Pressekonferenz, auf der Roger M. Buergel, Chef der Kasseler Weltkunstausstellung "Documenta" im Jahr 2007, gemeinsam mit seiner Kuratorin Ruth Noack erste Künstlernamen bekannt gab: Ferran Adria, Ricardo Basbaum, Imogen Stidworthy und Artur Zmijewski. "Es wird also irgendwie um Tradition, um Verletzlichkeit und Glück des Lebens und um Bildung gehen", schreibt Baier. "Da fügt sich der spanische Starkoch Ferran Adria perfekt ein. Die meisten nennen ihn den aufregendsten, phantasievollsten, verrücktesten Koch der Welt... Über die 'langweilige Frage', ob Kochen Kunst ist, will Buergel dabei nicht reden: 'Wir sind uns doch einig, dass auch nicht jedes Ölbild Kunst ist.'"

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