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Bakewell, Joan
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Getötete Soldaten als Briefmarkengesichter?
2003 ernannte das Imperial War Museum Steve McQueen als offiziellen Kriegskünstler. Er fuhr zehn Tage in den Irak. Joan Bakewell berichtet, dass McQueen nach seiner Rückkehr "einen Schubladenschrank mit Schaukästen schuf, die jeweils einen Briefmarkenbogen mit dem Gesicht eines im Irakkrieg getöteten Soldaten zeigen... Die Darstellung heißt 'Queen und Country' und war bis letzten November im Imperial War Museum zu sehen... Steve McQueen drängt nun die britische Post, sie als echte Briefmarken herauszubringen. Aber die Post zögert... Es ist eine knifflige Angelegenheit. Würde eine solche Aktion als aggressiv und militaristisch gesehen, sozusagen als Befürwortung des Kriegs und der Präsenz der Briten im Irak? Dieses Thema spaltet das Land. Aber die Rolle eines Kriegskünstlers ist immer zwiespältig."
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Die Tate Gallery bevorzugt Künstlerinnen
Die Kunstkritikerin Joan Bakewell kommentiert die Absichtserklärung der Tate Gallery, "das bisschen Geld, über das sie verfügt, für Neuerwerbungen auszugeben, insbesondere für Werke von Frauen... Tate scheint Zeit wettmachen zu wollen. Sie besitzt Werke von 3000 Künstlern, davon stammen 348 von Künstlerinnen. Also nur zwölf Prozent. Bei der Gegenwartskunst sieht es sogar noch schlechter aus, da sind es nur sieben Prozent. Es ist also ein edles Ziel, diese Bilanz zu verbessern. Wenn man jedoch davon ausgeht, dass die große Mehrzahl der Gemälde von Frauen, die bei Auktionen und sonst verkauft werden, von lebenden Künstlerinnen stammt, stellt einen das vor das Dilemma der positiven Diskriminierung von Frauen in Bezug auf ihre männlichen Kollegen. Es wirft die Frage auf, ob ein Werk nur deswegen gekauft wurde, weil es von einer Frau stammt... Doch durch eins kann man Gleichberechtigung auf jeden Fall herstellen: durch den Preis, den man zahlt."
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Joan Bakewell über den Ruf zu den Waffen
Der Journalist Joan Bakewell zieht eine Parallele zwischen dem späten Bekenntnis des deutschen Schriftstellers Günter Grass, als 17-Jähriger in der Waffen-SS gewesen zu sein, und der Rehabilitierung von 306 britischen Soldaten in dieser Woche in Großbritannien, die im Ersten Weltkrieg wegen "Feigheit" erschossen worden waren. "Diese beiden Geschichten sind sehr verschieden. Und doch entspringen beide dem außerordentlichen Druck, der auf junge Männer ausgeübt wird, die zu den Waffen gerufen werden. Es kann sein, dass sie keine Ahnung haben, warum sie kämpfen sollen und was die Aufforderung zum Töten für die menschliche Seele und Identität bedeutet... Aber Kriege ziehen Männer an. Krieg zog den jungen 15-jährigen deutschen Günter Grass an, der sich freiwillig meldete. Hätte er den Mut gehabt, seine Wahrheit früher zu erzählen, dann wäre er heute nicht Ziel solcher Schmähungen. Kriege zeitigen ihre seltsamen Folgen auch noch Jahre später."
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