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Berta, Giuseppe
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ein europäisches Sozialstaatsmodell
Der Industriehistoriker Giuseppe Berta beschreibt, wie sich die europäische Wirtschaft seit den 1970er Jahren verändert hat. "Die Zunahme des innereuropäischen Tourismus zeigt, welche Veränderungen geschehen sind. Wir haben eine Wirtschaft, die auf dem tertiären Sektor basiert, auf Dienstleistungen,... und auf dem Angebot von Kultur... Im heutigen Europa ist der Stellenwert des Marktes und der Konkurrenz größer geworden, aber der Stellenwert des Staates ist nicht wirklich geringer geworden. Europa ist nicht Amerika, ... man hat sich nicht vom Sozialstaat abgewandt: ... das bedeutet Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Bildung und so weiter... Linke und rechte Regierungen sind gleichermaßen für dieses Modell. Konservative und Fortschrittliche unterscheiden sich nicht fundamental, ... sondern vor allem in der Außenpolitik oder bei den Bürgerrechten.
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Von der Hypothekenkrise zum Börsencrash?
"Angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten kommt nun die Frage auf: Ist das eine Krise wie 1929? Es reicht, in den Zeitungen der vergangenen 60 Jahre zu blättern, um festzustellen, das ein Vergleich zwischen der Weltwirtschaftskrise und kurzfristigen Kurstürzen an der Börse oft gezogen wurde." Giuseppe Berta, Professor für Wirtschaftsgeschichte, meint es gäbe zwar einige Ähnlichkeiten. "Aber die Börse wird auch von irrationalen Trieben bestimmt, die zu instinktiven Akquisitionen führen. Die Menschen hoffen auf Gewinne und - im Falle von Missgeschicken - verfallen sie in Panik... Historisch gesehen besteht der Unterschied darin, dass die Institutionen in der Lage sind, auf die Panik zu reagieren. Das hat 1929 gefehlt... Der Weltwirtschaftskrise konnte niemand Einhalt gebieten. Der Wechsel zwischen Euphorie und Panik gehört zu den Mechanismen der Börse - deshalb sind eine fähige Regierung und vorausschauende Institutionen unverzichtbare Gegengewichte."
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