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20.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Bielecki, Czeslaw


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dziennik - Polen | 08.08.2008

Die Spiele in Peking sind ein Skandal

Die Tageszeitung Dziennik veröffentlicht zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking einen offenen Brief von 19 polnischen Intellektuellen, in dem das Internationale Olympische Komitee (IOC) scharf kritisiert wird. "Die Vergabe der Olympischen Spiele an China ist ein Skandal, für den die Funktionäre des Olympischen Komitees Verantwortung tragen. Ihre Behauptung, sie könnten sich nicht in die Politik einmischen, ist zynisch und verlogen. Die Einhaltung von Menschenrechten ist eine universelle Zivilisationsnorm, die lediglich von Kommunisten und Faschisten nicht eingehalten wird. Wir verurteilen nicht Sportler, die an den Olympischen Spielen teilnehmen - nicht sie haben entschieden, wo sie stattfinden. ... Wir äußern aber unseren Missmut allen Politikern gegenüber, die durch ihre Anwesenheit in Peking - unabhängig von ihren verbalen Erklärungen - einen diktatorischen Staat bestätigen. Wir wollen vor allem unsere Solidarität mit allen Menschen äußern, die in China der Freiheit und der grundlegenden Rechte beraubt werden. Wir sind überzeugt, dass jede Diktatur - auch wenn sie ein mächtiger Staat ist - verurteilt werden muss."

Rzeczpospolita - Polen | 14.08.2006

Czeslaw Bielecki über den polnischen Antisemitismus

Czeslaw Bielecki, früher Dissident und dann Abgeordneter und selbst polnischer Jude, versucht, den polnischen Antisemitismus und die komplizierte polnisch-jüdische Vergangenheit zu erfassen: "Wie wird der polnische Antisemitismus deutlich? Nicht so sehr durch brutale Exzesse, durch die Frankreich und Deutschland bekannt sind, sondern durch die allgemeine Leugnung, dass es in Polen Antisemitismus gibt... Polen, die so viel unter Russen und Deutschen gelitten haben, nehmen es nur ungern zur Kenntnis, dass es keine Symmetrie gibt zwischen dem Holocaust und den schlimmsten stalinistischen oder nazistischen Verfolgungen, die sie erlebt haben. Dies sind andere Zahlen, ein anderes Ausmaß und eine andere, nicht so darwinistisch-rassistische Motivation für eine totale Vernichtung... Die Vernichtung der Juden war etwas Endgültiges. Ihre Asymmetrie kann man nicht rückgängig machen. Wir erfahren nie, wie sich zum Beispiel Juden gegenüber Polen, Franzosen oder Holländern verhalten hätten, wenn diese auf eine ähnliche Art verfolgt gewesen wären."

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