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Presseschau / Autorenindex
Bíró, Béla
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Unnötige Diplomatie
Der siebenbürgische Journalist Béla Bíró befasst sich in der Tageszeitung Népszabadság mit der diplomatischen Offensive des rumänischen Präsidenten Traian Băsescu in der Kaukasuskrise: "Präsident Traian Băsescu hat sich dazu entschieden, seine gesamte internationale Autorität und politische Weitsicht in die Waagschale zu werfen. ... Laut Băsescu ist die Krise in Südossetien nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Osseten nicht bereit waren, auf der Grundlage individueller Rechte Teil des georgischen Staates zu sein. ... Nach Ansicht von Băsescus sei nichts einfacher, als den Minderheiten in Georgien die kollektiven Rechte kurzerhand vorzuenthalten. ... Die Tatsache, dass sich die Minderheiten gerade deshalb von den Nationalstaaten abspalten wollen, kommt Băsescu gar nicht in den Sinn. ... Die 'Lösung' à la Băsescu würde auf internationaler Ebene wohl genau zum Gegenteil dessen führen, was unser weiser Führer erreichen will. Doch davon kann derzeit weder er noch der Großteil seiner europäischen Partner überzeugt werden. Dazu muss wohl noch mehr Blut vergossen und noch mehr zerstört werden."
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Öffnung der Securitate-Archive in Rumänien
In Rumänien hat eine Kommission Zugang zu den Securitate-Akten der Parlamentsabgeordneten gewährt. Bela Biro fürchtet, dass das Parlament bei Enttarnungen im großem Umfang seine Funktionsfähigkeit verlieren könnte: "Alle Abgeordneten mussten bei ihrer Einsetzung nämlich offiziell erklären, dass sie nie mit der Securitate zusammengearbeitet haben. Gleichzeitig konnten sie sicher sein, dass die Akten noch lange geheim bleiben. Wenn ihre Erklärung falsch war, wird das nun ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen haben. Präsident Basescu verfolgt seit längerem das Ziel, vorzeitige Wahlen zu erzwingen und eine Partei zu gründen, die seine Macht langfristig sichert. Nach mehreren gescheiterten Versuchen scheint der Präsident jetzt das Instrument der Geheimdienst-Unterlagen gewählt zu haben. Wenn sich diese Spekulation als richtig erweist, wird die Öffnung der Archive für die politische Elite und das öffentliche Leben Rumäniens keinen moralischen Neubeginn mit sich bringen, sondern lediglich die Quelle für neue politische Manipulationen sein."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Kriminalität / Rechtsprechung, » Rumänien
Multikulturalismus in Siebenbürgen
Im rumänischen Siebenbürgen leben eine deutsche und eine ungarische Minderheit. Echten Minderheitenschutz gibt es aber nicht, beklagen die ungarischen Professoren der Babes-Bolyai Universität in Cluj-Napoca (Klausenburg). Einer von ihnen, Bela Biro, kommentiert: "Der Unterricht durch Angehörige von Minderheiten wird zwar geduldet, da aber die rumänischen Professoren die Mehrheit bilden, setzen sie ihren Willen gegenüber der Minderheit 'demokratisch' durch... Echte Demokratie wäre es, wenn die Mehrheit der Minderheit das Recht einräumen würde, über ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu entscheiden. Für Fragen, die alle Volksgruppen betreffen, müssten Kompromisslösungen gefunden werden... Die minderheitenfeindliche Politik der Ceausescu-Diktatur hat ihre Spuren bei den rumänischen Intellektuellen Siebenbürgens hinterlassen."
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