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20.11.2008

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Blahó, Miklós


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Népszabadság - Ungarn | 14.10.2008

Schutzschild EU

Nach Ansicht der links-liberalen Tageszeitung Népszabadság hat die EU die Wahl zwischen einem engeren Zusammenrücken oder der Zersplitterung: "Es ist bezeichnend, dass gerade der dem Euro skeptisch gegenüber stehende britische Premier Gordon Brown den 15 Ländern der Euro-Zone erklären musste, was zu tun sei: Kapitalzufluss für die Banken aus öffentlichen Geldern; die Neubelebung der Kreditvergabe unter den Banken, um den Kreislauf der Wirtschaft zu stimulieren, und schließlich staatliche Garantien zur Deckung der Bankkredite, um das verloren gegangene Vertrauen der Kreditnehmer zurück zu erlangen. ... Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die europäischen Volkswirtschaften den Schutzschild der EU-Institutionen und des Euro nicht gehabt hätten. ... Die vergangenen Wochen haben uns zu folgender Einsicht gebracht: Ohne echte politische Union ist Europa gar nicht imstande, andere Antworten auf Krisen zu geben, als jene, die sie unter immensen Anstrengungen jüngst aus sich herausgepresst hat."

Népszabadság - Ungarn | 29.09.2008

EU will erwachsen werden

Die linksliberale Zeitung Népszabadság befasst sich mit dem offenen Brief von José Manuel Barroso an den nächsten US-Präsidenten, und einem Vortrag von EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner: "Der so artikulierte EU-Standpunkt kann ... als Versuchsballon angesehen werden. Sofern nämlich der ... Lissabon-Vertrag in Kraft träte, gäbe es den Posten eines EU-Außenministers, der einen einheitlichen EU-Standpunkt zu vertreten hätte. ... Barroso hat ... die neue Globalisierungswelle erwähnt ... . Dürfen sich Europa oder die USA davor verschließen, einen Ausweg aus der ... Situation zu finden? Barrosos Antwort ist 'Nein'. ... [Auch] müsste ... darüber nachgedacht werden, wie ... [neue Weltmächte] zu integrieren wären – möglicherweise nach europäischem Muster – und wie die internationalen Organisationen umstrukturiert werden könnten. ... Es steht freilich auf einem anderen Blatt, ob der nächste US-Präsident diese erwachsene europäische Stimme wahrnimmt, oder die EU-27 weiterhin als einen Haufen durcheinander schreiender hysterischer Kinder sieht."

Népszabadság - Ungarn | 24.09.2008

Kapitalismus am Ende?

Die Tageszeitung Népszabadság stellt sich die Frage, ob der Kapitalismus an sein Ende gelangt sei: "Sowohl in der Finanzwelt als auch in den Köpfen ist das Chaos derzeit groß. Sogar renommierte Ökonomen sagen, dass die konservative Bush-Regierung [mit der Ankündigung einer Finanzspritze in Höhe von 700 Milliarden Dollar für die angeschlagenen US-Banken] eine sozialistische Lösung gewählt habe, um den auf freiem Wettbewerb basierenden amerikanischen Kapitalismus zu retten. Die Geschichte der Spekulationen zeigt uns, dass sich die Dinge nach einer schmerzhaften Übergangszeit wieder zurück verändern. Der ursprüngliche Zustand stellt sich allerdings niemals ein: Die regulierende Rolle des Staates ändert sich, und es folgt stets eine etwas andere Periode, in der noch nie da gewesene Phänomene neue Probleme verursachen."

Népszabadság - Ungarn | 08.05.2008

Das slowakische Wunder

Miklós Blahó schreibt im Zusammenhang mit der Einführung des Euro im kommenden Jahr von einem "slowakischen Wunder": "Es ist beispielhaft, wie sich unser nördlicher Nachbar innerhalb von nur sechs Jahren aufrappeln konnte. ... Nach der politischen Wende geriet die Slowakei wegen der Politik von Vladimir Meciar rasch ins internationale Abseits. Ihre Aufnahme in die Europäische Union ... wurde sogar ernsthaft in Frage gestellt. Dies blieb nicht ohne Wirkung. Die Slowakei entledigte sich Meciars und wählte eine konservative Regierung, die umgehend daran ging, den wirtschaftlichen Anschluss voranzutreiben. Sie hob das Renteneintrittsalter an, schaffte Privatrentenkassen, führte Praxis-, Krankenhaus-, Dosen- und Studiengebühren ein ... . Sie beschnitt allerdings auch die sozialen Ausgaben, was zur Folge hatte, dass die Ärmsten - vorwiegend die in Ghettos lebenden Roma - in bitterer Armut verharren."

Népszabadság - Ungarn | 17.08.2007

Von der Hypothekenkrise zum Börsencrash?

Kann sich der Börsencrash von 1929 und die dadurch ausgelöste Weltwirtschaftskrise wiederholen?, fragt Miklós Blahó. "Die seit Wochen andauernde Beunruhigung mündete gestern in einen globalen Nervenzusammenbruch: Die Börsen der Welt verloren im Durchschnitt 3 bis 4 Prozent - auch die Budapester Börse, was die Nationalwährung erheblich schwächte. Es bleibt zu hoffen, dass der gestrige 'Schwarze Donnerstag' nur dem Namen nach an den 'Schwarzen Donnerstag' von 1929 erinnert... Die Weltwirtschaft entwickelt sich rasch, auch wenn das Wachstum vor allem der chinesischen und indischen, nicht der US-amerikanischen Wirtschaft zu verdanken ist. Trotzdem ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sich die Börsen, wenn auch nur langsam, vom Crash erholen. Man muss abwarten, bis sämtliche waghalsig aufgenommene Kredite zurückgezahlt und die Insolvenzverfahren aller betroffenen Anleger abgeschlossen sind."

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