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Blottière, Mathilde
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Michael Haneke über Gewalt im Kino
Der österreichische Filmregisseur Michael Haneke vertritt im Interview mit Mathilde Blottière die These, das amerikanische Kino mache Gewalt zu einem Produkt für den Massenkonsum. "Eine mediale Orgie brutaler Bilder trägt dazu bei, dass unsere Maßstäbe jeden Tag ein bisschen mehr verloren gehen. Es gibt eine wahre Pornografie der Gewalt. Angesichts der schnellen Entwicklung der Kommunikationsmittel ist die Gewalt heutzutage immer präsenter. Die Kunst ist davon nicht ausgenommen. Viele Kinogänger finden die Ausbeutung der Unterhaltungsfunktion von Gewalt besonders schick... Gewalt hat mich immer zutiefst angeekelt... Wie kann man sich am Leiden anderer weiden, selbst wenn es nur auf der Leinwand ist? Das verstehe ich nicht. Solange es diese ungesunde Faszination gibt, werde ich immer wieder in Opposition zum Mainstream-Kino stehen. "
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Vom Zwiespalt engagierter Dokumentarfilme
Der Dokumentarfilm "We feed the word" des Österreichers Erwin Wagenhofer, der die Praktiken multinationaler Lebensmittelkonzerne anprangert, kommt am 25. April in die französischen Kinos. Mathilde Blottière fragt, "welchen Einfluss ein Dokumentarfilm auf den Lauf der Dinge haben kann? Wozu ist es gut, erbittert darum zu kämpfen, das Gewissen der mehr oder weniger zufriedenen westlichen Konsumenten wachzurütteln? Aber gerade an sie, das heißt an uns, wendet sich der Regisseur von 'We feed the World'. Wir wissen nicht, ob er sich Gehör verschafft, aber er wurde gesehen. Mit mehr als 200.000 Zuschauern hat er in Österreich alle Rekorde gebrochen, in Deutschland haben 380.000 den Film gesehen... Hinter dem immer lauter werdenden Lärm verbirgt sich ein Missverständnis: Die Zuschauer sind viel empörter darüber, was der Film über ihre eigene schlechte Ernährung sagt, als über den Hunger der anderen."
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