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Brestan, Robert
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Warten auf eine neue tschechische Regierung
Das Warten auf eine neue Regierung war für die Tschechen das Thema des Jahres - seit sieben Monaten bemühen sich die Politiker erfolglos um ein handlungsfähiges Kabinett. Robert Brestan kommentiert mit Galgenhumor: "Auch die zuletzt genannten Termine, Nikolaus und Weihnachten, sind verstrichen, ohne dass die Regierung stünde. Die Tschechen brechen weiter alle Rekorde. Nirgends auf der Welt hat in den letzten Jahren eine Regierungbildung so lange gedauert. Ausländische Medien berichten, das Land habe im letzten halben Jahr 'auf Autopilot' umgeschaltet... Auch ohne Regierung geht es der Wirtschaft gut, die Landeswährung wird immer stärker, die Aktienkurse sind stabil. Doch die notwendigen Reformen des Rentensystems, der Sozialleistungen und des Gesundheitswesens werden ohne eine Regierung, die eine Mehrheit im Parlament hat, nicht zustande kommen."
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Prag würdigt sudetendeutschen Widerstand
61 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat Tschechiens Premier Jiri Paroubek erstmals offiziell im Namen seines Landes ehemalige Widerstandskämpfer aus der damaligen deutschen Bevölkerung der Tschechoslowakei empfangen. Es sei Zeit, diese Menschen moralisch zu rehabilitieren, sagte er. "Wenn ein tschechischer Premier das kurz vor den letzten Wahlen getan hätte, dann hätte er politischen Selbstmord begangen”, schreibt dazu Robert Brestan. "Vor vier Jahren haben sich die Parteien noch beim 'Schutz der nationalen Interessen' übertroffen. In den aktuellen Wahlprogrammen warnen vor den Sudetendeutschen nur noch die Kommunisten." Brestan zitiert Vladimir Handl vom Institut für internationale Beziehungen, der den tschechischen Sinneswandel auch mit Verweis auf Berlin erklärt: "Es liegt daran, dass die Bundesregierung 2004 offiziell erklärte, dass sie keine Forderungen der vertriebenen ehemaligen Bürger der Tschechoslowakei unterstützt."
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Putins neue Osteuropa-Politik
Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seinem Besuch in Tschechien "moralische Verantwortung seines Landes für den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten 1968 in die Tschechoslowakei eingeräumt. Eine rechtliche Verantwortung für die Niederschlagung des Prager Frühlings lehnte er jedoch ab", berichtet Robert Brestran und fordert die bessere Erforschung der gemeinsamen Geschichte. "Aus der Sicht der Historiker gehört dazu der Zugang zu den russischen Archiven. Die könnten Antwort geben auf viele Unklarheiten in Zusammenhang mit dem August 1968... Aber hier blockiert die russische Seite. Das wäre eine Aufgabe für künftige tschechisch-russische Verhandlungen."
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