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Bridel, Bernard
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Feinsinniges Spiel mit Russland
Die Tageszeitung Tribune de Genève begrüßt den diplomatischen Weg gegenüber Russland, den die EU auf dem Sondergipfel gewählt hat: "Der Handlungsspielraum war eng. Die 27 [Mitgliedstaaten], ... haben entschieden, die einzige Waffe zu benutzen, über die sie gegenüber der russischen militärischen Macht verfügen: die Diplomatie. ... Wenn die Entscheidung des EU-Ministerrats auch auf den ersten Blick lächerlich erscheinen mag, ist sie auf den zweiten genauso unerwartet wie feinsinnig. Unerwartet erstens, weil sie ohne viele Probleme von den 27 getroffen wurde, die man für uneins hielt. Feinsinnig, weil sie nicht so dramatisch ist wie die von manchen verlangten Sanktionen, da sie den Dialog offen lässt und Russland den Ball zuspielt. ... Aber diese Affäre bestätigt, dass der kalte Krieg wohl vorbei ist, weil Russland und Europa zutiefst gegenseitig abhängige Partner geworden sind."
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Die schwierige Eufor-Mission im Tschad
Bernard Bridel glaubt, dass Nicolas Sakorzy beim Thema Tschad die Hände gebunden sind. "Seit dem Skandal um L'Arche de Zoé, wo er sich besonders dafür eingesetzt hatte, dass seine sechs wegen Kindesentführung in N'Djamena verurteilten Landsleute nach Frankreich überführt werden konnten, ist der 'Hyperpräsident' [dem Präsidenten des Tschad] Idriss Déby noch etwas schuldig... Für Sarkozy ist es offensichtlich schwierig auszuloten, wie lange er seinen Freund im Tschad noch unterstützen kann. Die Frage ist rein rhetorischer Natur und geht über die französisch-tschadischen Beziehungen hinaus. Denn die Offensive der – vom Sudan unterstützen – Rebellen zögert die Bereitstellung der europäischen Einsatztruppe hinaus, die die Flüchtlingscamps von Darfur im Osten des Tschad sichern sollten. Die Lage im Tschad ist höchst kompliziert und so riskant wie der Treibsand in dieser riesigen Region, in dem Frankreich schon so oft stecken geblieben ist."
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Weniger Abgase für Europa
Bernard Bridel begrüßt zwar die Empfehlungen der EU-Kommission, findet aber, dass "eine Politik, die nur einen Schadstoffverursacher im Blick hat, nicht ausreichend ist, um die Tendenz umzukehren. Der europäische Anspruch müsste größer sein und ein ganzes Bündel von Maßnahmen umfassen: von der Erforschung und Entwicklung sauberer Energien über Steueranreize für 'weniger Verschmutzung' bis hin zu einer größeren Förderung öffentlicher Transportmittel, die ruhig kostenlos sein könnten. Kurz, Europa muss gegen das Auto vorgehen, aber ohne die zu bestrafen, die es noch brauchen. Ein frommer Wunsch? Nicht unbedingt, wenn man bedenkt, dass die Banken schon jetzt Investitionen in nachhaltige Entwicklung fördern. Der Tag, an dem es mehr bringt, die Umwelt zu schützen, als sie zu verpesten, ist vielleicht gar nicht mehr fern."
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