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Caharijas, Domen
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Als die Slowenen noch Türken waren
Am Wochenende kam es an der kroatisch-slowenischen Grenze zu extrem langen Wartezeiten für Autos, weil sich Slowenien mit strengeren Kontrollen auf seinen Beitritt zum Schengenraum Anfang 2008 vorbereitet. Domen Caharijas kommentiert: "Polizeiminister Dragutin Mate hat sich in der Anthologie des zeitgemäßen Unsinns verewigt, denn er hat für die unverständlich langen Wartezeiten am Grenzübergang Oberezje ohne Umschweife die Türken verantwortlich gemacht...Vier Monate vor dem offiziellen Beitritt zum Schengenraum scheint man am meisten frequentierten Grenzübergang, der an der wichtigsten Transitstrecke durch Südosteuropa liegt, auf normale Kontrollen nicht vorbereitet zu sein. Vor 2004 mussten sich auch italienische und österreichische Grenzbeamte mit vielen Türken in den Autokolonnen herumschlagen... Vergessen Sie nicht: Damals waren auch die Slowenen Türken, also Nicht-EU-Mitglieder."
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Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft
Domen Caharijas befasst sich damit, dass Slowenien ab Januar 2008 für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen wird - nach Deutschland und Portugal, die, so hofft er, die EU-Verfassung dann schon auf einen guten Weg gebracht haben werden. "Falls alles glatt läuft, könnte der slowenische Premier zu Beginn der EU-Ratspräsidentschaft eine Konferenz in Slowenien abhalten und hätte so eine fast kostenlose Werbung für sich im Wahlkampf 2008. Wenn Jansas Team nicht gerade die EU zum Auseinanderbrechen bringt, wird es die nächsten Wahlen gewinnen. Meist ist es ja nicht schlecht, der Letzte im Staffellauf zu sein - vor allem, wenn die ersten Läufer schon einen Vorsprung erreicht haben. Der Letzte genießt dann den Jubel der Zuschauer."
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Die Nato als Weltpolizei
"Global ist teuer", kommentiert Domen Caharijas das zunehmende weltweite Engagement der Nato und befürchtet, dass sich das Verteidigungsbündnis neben den Vereinten Nationen und den USA zu einer neuen Weltpolizei entwickeln könnte. "Am Rande der informellen Tagung der Nato-Außenminister in Sofia sprach Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer... von einer stärkeren globalen Rolle des Bündnisses und den damit einhergehenden Problemen. Gemeint ist die Finanzierung von Friedensoperationen, die immer mehr werden, immer weiter entfernt sind und immer mehr Kosten verursachen... In Afghanistan muss Slowenien für 'nur' 49 Soldaten aufkommen. Für Länder, die Hubschrauberstaffeln haben, steigen die Kosten in astronomische Höhen, obwohl sie keinen 'Rabatt' bei den Beitragszahlungen für die Nato bekommen."
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Verteidigung des Luftraums
Der slowenische Verteidigungsminister Karl Erjavec sorgt mit seiner Ankündigung für Furore, er wolle Kampfflugzeuge zur Verteidigung des slowenischen Luftraums anschaffen. Schon vor einem Jahr hatte er den Standpunkt vertreten, italienische Kampfflugzeuge, die im Rahmen der Nato für Slowenien zuständig sind, reichten nicht aus. Domen Caharijas attackiert den Minister: "Sein Gedankengang ist unbegreiflich. Es ist zu hoffen, dass die Regierung nicht auf sein Gerede von 'angemessener Verteidigung' und die 'Sicherung der Souveränität' hereinfällt. Was den ersten Punkt betrifft, so sind manche Verteidigungsmechanismen für kleinere Länder nicht erreichbar... Wozu auch, wenn ihnen die Nato-Mitgliedschaft kostenlose Verteidigung garantiert. Und was die Souveränität angeht, so wird Slowenien mehr davon durch den Verlust der eigenen Währung einbüßen als durch den Nato-Schutz des Luftraumes."
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