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Presseschau / Autorenindex


Camacho, Ignacio


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


ABC - Spanien | 19.02.2008

Spanien fürchtet den Präzedenzfall Kosovo

Spanien gehört zu den sechs EU-Ländern, die nicht vorhaben, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Sie fürchten Nachahmungstaten ihrer eigenen Minderheiten. Ignacio Camacho hält es für unverantwortlich, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen, weil so "sezessionistische Tendenzen gefördert werden, die die Stabilität einiger europäischer Staaten gefährden, darunter Spanien... Die Westmächte akzeptieren die Entstehung einer Nation aus dem Nichts, wobei sie erstmal eine Infrastruktur aufbauen müssen, und schaffen so einen Präzedenzfall, den man mit einer einfachen theoretischen Erklärung nicht mehr rückgängig machen kann. Latente Nationalisten, von den fanatischen bis zu den gemäßigten, können sich nun sicher sein, dass, wenn sie ihre Unabhängigkeit erklären, Frankreich, Deutschland oder selbst die Amis aus strategischen Gründen wegschauen oder gar ihre Zustimmung oder ihren Segen geben werden."

ABC - Spanien | 09.07.2007

Neue Weltwunder oder Betrug im Internet?

IIgnacio Camacho kritisiert den Wettbewerb "Die sieben neuen Weltwunder", dessen Resultat am 7. Juli verkündet wurde. "Das Internet beansprucht, ein pandemokratisches Universum sein, aber es lässt zu viele Fälschungen und Manipulationen zu... Der Wettbewerb hat ein verhohlen chauvinistisches Fieber hervorgerufen unter dem Deckmantel der direkten Demokratie... Er hat ein sich gegenseitiges Überbieten zur Folge gehabt - in einem Bereich, in dem sich Nationalstolz, touristische Interessen und ein einfacher Hunger nach Anerkennung und Selbstwertgefühl vermischen. Das achte Weltwunder in dieser absurden Klassifikation ist nicht das Alhambra in Granada, sondern die Naivität und Gutgläubigkeit, die im Internet vorherrscht und sozusagen die Schaumkrone auf jenem Meer der Oberflächlichkeit bildet."

ABC - Spanien | 15.03.2007

Umstrittene Ausstellung von Moreno Montoya

In einer Ausstellung setzt der spanische Fotograf José Antonio Moreno Montoya in seinen Bildern einige Akteure des katholischen Glaubens und viele Funktionäre der spanischen Provinz Extremadura in Szene, die ihn finanziell unterstützt haben. Nun liegt eine Anzeige gegen Montoya wegen "Ehrverletzung religiöser Gefühle" vor. Ironisch kritisiert Ignacio Camacho die Fotos Montoyas, die für ihn "die größte gotteslästernde Pornographie und eine vulgäre Provokation sind. Und diese Arbeit wurde auch noch von der Gemeinschaft Extremaduras subventioniert. Natürlich kann man modern und avantgardistisch sein, aber dass die Steuerzahler diese Modernität finanzieren, geht zu weit... Wenn dieser berühmte Cartier-Bresson Extremaduras, dieser gefeierte Hamilton der Steppe, dieser bemerkenswerte Man Ray der Korkeichen, seinen unglaublichen Mut darauf verwendet hätte zu zeigen, wie Mohamed mit seiner jüngsten Frau Aischa masturbiert oder wie er mit einem Kamel Sodomie betreibt, hätte er keinen Platz auf Erden gefunden, um sich vor der Wut der Söhne Allahs zu verstecken. Und keine Allianz der Zivilisationen hätte eine blutige Fatwa gegen die Politiker verhindern können, die fähig sind, einen solchen skatologischen Wahnsinn zu subventionieren."

ABC - Spanien | 11.07.2006

Das WM-Finale des Zinedine Zidane

"Mein Gott, Zizou, wie konntest du uns das antun?" klagt Ignacio Camcho. "Sag uns, was diese lange Bohnenstange von Materazzi - mit scheelem Blick und tätowierten Armen - zu dir gesagt hat. Erkläre das der Welt, einer perplexen und enttäuschten Welt... Du hast uns in eine fürchterliche Lage gebracht. Hunderte von Journalisten, Tausende von Anhängern, Millionen Fans sangen ein Loblied auf deine vorbildliche Geradlinigkeit, deine klare Haltung, deine fulminante Eleganz, deine schüchterne und bescheidene Anmutung. Eine unglaubliche Ode an die Tugenden, die dein Bild erhöhten und dich mit einer symbolischen Ehrenkrone schmückten zur bittersüßen Stunde des Wiedersehens. Es war eine so schöne Nacht, Zizou, die Scheinwerfer im Berliner Stadion erhellten deine Größe, den geglückten Elfmeter, deine Ballkünste, den gescheiterten Kopfball, der deinen endgültigen Ruhm verhinderte. Und plötzlich wurde alles dunkel. Du hast uns in deiner ruhmreichsten Nacht durch den Hinterausgang verlassen."

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