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08.09.2008

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Cohen, Roger


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


International Herald Tribune - Frankreich | 14.02.2008

Der Kosovo kurz vor der Unabhängigkeit

Die unmittelbar bevorstehende Unabhängigkeit des Kosovo sei ein Grund zum Feiern, findet Roger Cohen. "Zwar wird Serbien gegen das, was der serbische Premierminister 'einen fiktiven Staat auf serbischem Territorium' nennt, Sturm laufen, der russische Bär wird brummen und die Spannungen auf dem Balkan werden wieder aufflackern... Doch es ist eine Tatsache, dass die Unabhängigkeit des Kosovo gerechtfertigt, einzigartig und unvermeidbar ist... Serbien hat sein nationalistisches Spiel um den Kosovo schon vor langer Zeit verloren. Die Differenzen, die daraus erwachsen, sind unüberwindlich. Ein weiteres Aufschieben des Unvermeidlichen kann der Region nur schaden... Die Außenminister der EU treffen sich am Montag und könnten sich auf eine gemeinsame Aussage darüber einigen, ob die Bedingungen für eine Anerkennung erfüllt sind. Vermutlich wird eine klare Mehrheit der 27 Mitglieder - sicher nicht weniger als 20 - den Kosovo schnell anerkennen... Einstimmigkeit wäre schön, aber ein breiter Konsens ist ausreichend... Noch wichtiger ist, dass die USA und Europa Seite an Seite gehen, was in letzter Zeit nicht besonders oft vorgekommen ist."

International Herald Tribune - Frankreich | 25.10.2007

Mehr Nato-Soldaten für Afghanistan?

Roger Cohen sähe es gerne, wenn sich die 3200 Soldaten, die Deutschland in Afghanistan stationiert hat, mehr bei der Bekämpfung von Widerstandsgruppen beteiligten. "Der deutsche Bundestag hat der Verlängerung der deutschen Mission um ein weiteres Jahr zugestimmt. Aber statt nach Afghanistan zu reisen, zieht es Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, über trendige Ökoprobleme zu reden. Die geringe Unterstützung der Deutschen für eine Truppenentsendung gilt einer Mission, die von vornherein mit 'Vorbehalten' verbunden war: Die Armee soll – im Norden des Landes - den Frieden sichern, Wiederaufbau leisten und die Regierbarkeit des Landes ermöglichen. Schulen zu bauen sei für die ISAF-Truppen wichtiger, als Talibankämpfer zu töten. Soft power schlägt hard power... Aber diese unterbesetzte Mission, von der die Zukunft der Nato abhängt, braucht Soldaten, die beides können. Eine zu enge Auslegung des Mandats ist der veränderten Situation nicht angemessen... Wenn Deutsche, Italiener und Spanier flexibler wären, könnten einige ihrer Soldaten abkommandiert werden, um im umkämpften Süden eine strategische Reserve zu bilden."

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