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20.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Dalrymple, Theodore

Using the pen name Theodore Dalrymple Anthony Daniels, retired psychiatrist,writes about the collapse of Western civilization in Europe, analyzing the social pathologies of our time


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Times - Großbritannien | 31.08.2007

Streik der britischen Gefängnisbeamten

In Großbritannien hat es einen 24-stündigen Streik der Gefängnisbeamten gegeben. Der ehemalige Gefängnisarzt Theodore Dalrymple hat Verständnis dafür: "Die Gefängnisbeamten haben immer noch den Corpsgeist, den die Regierung im Gesundheitswesen, in der Polizei, in den Schulen und Universitäten zerstört hat." Die Streikenden hätten auf die Überfüllung der Gefängnisse aufmerksam gemacht, die die Folge von zu wenigen Gefängnissen und zu kurzen Haftstrafen seien. "Um die Gefängniskrise zu lösen, muss man die Zahl der Gefängnisse mindestens verdoppeln. Und wer ins Gefängnis kommt, muss längere Haftstrafen bekommen. Sonst wird Großbritannien für Millionen seiner Bürger weiter sein, was es heute ist: ein gescheiterter Staat. Wieder einmal haben die Gefängnisbeamten ein besseres Verständnis von all dem als ihre angeblichen Vorgesetzten."

Die Welt - Deutschland | 14.05.2007

Theodore Dalrymple über die Apartheid in den französischen Vorstädten

Für den britischen Gefängnispsychiater und Autor Theodore Dalrymple erinnert die Situation der Jugendlichen in den französischen Vorstädten an das Südafrika zur Zeit der Apartheid. Er wagt die These, ausgerechnet der in den Vorstädten unbeliebte neue Präsident Nicolas Sarkozy könnte das ändern: "Paradoxerweise bietet just Sarkozy den Leuten in den banlieues Hoffnung. Ségolène Royal hatte ihnen nur mehr von der Medizin anzubieten, die schon seit Jahrzehnten nicht gewirkt hat. Erstens steht Sarko im Ruf, ein Hardliner zu sein, wenn es um die Unterdrückung von Verbrechen geht. Aus irgendeinem Grund gilt das unter linken Intellektuellen als Ausweis einer autoritären Haltung und Feindschaft gegen die Armen. Tatsächlich stimmt genau das Gegenteil: Die simple Wahrheit über das Verbrechen ist in jedem Land, dass vor allem die Armen ihm zum Opfer fallen - nicht die Reichen - und dass die Zahl der Opfer sogar in den am schlimmsten betroffenen Gebieten viel größer ist als die Zahl der Täter... Darum entspricht eher der Wahrheit, dass das Verbrechen die Ursache der anhaltenden Verarmung als ihre Konsequenz ist. Sarkozy hat diese grundlegende Tatsache besser verstanden als jeder andere in der französischen Politik."

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