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Darge, Fabienne
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Das Schaufenstertheater von Royal de Luxe
Fabienne Darge freut sich über eine Kunstaktion in den Straßen der nordfranzösischen Stadt Charleville-Mézières. "Es ist ein verrücktes und leidenschaftliches Konzept, wie es sich nur 'Royal de Luxe' ausdenken kann. Das neueste Werk der berühmten Straßentheatertruppe überrascht. Zunächst weil die Gruppe den Maßstab geändert hat und nicht mehr so spektakulär ist wie bei den letzten Produktionen... 'Der Aufstand der Schaufensterpuppen' ist kein Theater, sondern eher eine Art Installation, ein poetischer Parcours... Am Anfang verschmelzen in der großen Geschäftsstraße am Place Ducale die Bilder mit den echten Schaufenstern, bis man bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ein Dandy mit einem Bier in der Hand stellt fest, dass seine Beine wegfließen... Ein Obdachloser bereitet mehr schlecht als recht sein Essen zu, dann beginnt er seltsame Maschinen à la Leonardo da Vinci - oder eben à la Royal de Luxe - zu zeichnen."
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Umstrittenes Konzept der Frankophonie
"Ist das frankophone Theater ein Ghetto oder ein Freiraum, der dank finanzieller Unterstützung Künstlern die Chance bietet, unter vorteilhaften Bedingungen zu arbeiten? Soeben sind die 24. Tage der Francophonies in Limoges zu Ende gegangen, und diese Frage steht beim Festival seit seiner Gründung im Jahr 1984 nach wie vor im Zentrum der Debatten", stellt Fabienne Darge fest. Sie zitiert den libanesischen Theaterschriftsteller Wajdi Mouawad, der in Québec lebt, sowie Koffi Kwahulé von der Elfenbeinküste: "Die Literatur des französischen Sprachraums ist ein unerträgliches Ghetto, sagen sie. In der Zeit, in der wir uns an die Theaterdirektoren gerichtet haben, schickten diese uns ans TILF (Internationales Theater der französischen Sprache, heute Le Tarmac de la Defense) oder an Limoges... Stets unterscheidet man zwischen französischen Autoren und Autoren aus dem französischsprachigen Raum."
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'Volkstheater' gegen soziale Spannungen
Der Theaterregisseur Didier Bezace, Leiter des im Pariser Umland gelegenen Théâtre de la Commune in Aubervilliers, erklärt der Zeitung, wie ein 'Volkstheater' - im Sinne von Jean Vilar, auf den das Theaterfestival in Avignon zurückgeht - der Gewalt Einhalt gebieten kann: "Wenn unsere Vorstädte soziale Brennpunkte sind, in denen das Leben hart ist, dann müssen dort zuallererst die Mittel zur Freiheit und zum Widerstand, die das Theater bereithält, bewahrt werden... Ich glaube, dass die Vorstadt zum heutigen Zeitpunkt der Ort ist, an dem das Volkstheater und die Zielsetzungen der Dezentralisierung am sinnvollsten sind... Ich behaupte nicht, dass jene jungen Leute, die Autos anzünden, ins Theater kommen werden. Dafür behaupte ich – nachdem ich mich mit einigen von ihnen unterhalten habe – , dass sie, wenn sie erst einmal angefangen haben ins Theater zu kommen, mit dem Randalieren aufhören."
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