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Demidoff, Alexandre
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Neue Aufmerksamkeit für engagierte Kunst
Die Zeitung vertritt die These, dass 2006 in vielen Genres wieder mehr "politisch engagierte Kunst" produziert worden ist. Alexandre Demidoff schreibt über das Theater: "Der Glückliche schnarcht in seiner Loge. Doch wenn die Wirklichkeit und ihre Ausartungen die Bühne beherrschen, dann verbietet sich diese Ruhe. Gewiss dramatisiere ich, doch die Künstler haben uns 2006 erfolgreich davon abgehalten, nach Ausgehen des Feuers einzuschlafen... Das ist eine der großen Aufgaben des Theaters seit dem Agitprop der 1920er Jahre. Damals sprachen in der Sowjetunion die Schauspieler die brennend aktuellen Themen in den Fabriken an. Zur gleichen Zeit wollte in Deutschland der junge Brecht den Arbeitern zu denken geben. Diese Pioniere haben jetzt Kinder, die zum einen Schüler des Dokumentationstheaters sind und zum anderen der Doku-Fiktion... Letztere hat in Edward Bond einen unerbittlichen Meister gefunden. Seit den 1970er Jahren hat dieser große englische Autor die schlimmsten Seiten der Menschen sichtbar gemacht. Im Juli hat er in Avignon erneut zugeschlagen."
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Zum Tod des Regisseurs Benno Besson
In ihrem Nachruf auf den schweizerischen Regisseur Benno Besson, der am 23. Februar starb, erinnert Alexandre Demidoff an dessen Ankunft in der DDR im Jahr 1948. "Die Welt teilt sich in zwei Hälften. Für den Westen ist Stalin der Teufel und der kommunistische Ostblock die Hölle. Besson aber hat sich für Ost-Berlin entschieden. Studentenzimmer. Und das Leben eines hedonistischen Intellektuellen. Ständige Überhitzung, aber auch eine Atmosphäre von Konspiration und im Berliner Ensemble die Truppe von Brecht und seiner Frau Helene Weigel. Benno Besson stellt hier seinen mangelnden Respekt zur Schau, seine Vorstellung von einem Masken-Theater, das witzig ist und volksnah... Besson amüsierte sich gern, und sei es bei der täglichen Arbeit. Spielen, das war sein Leben. Seine Art durch die Welt zu kommen, jeden einzuladen und seine eigene Lesart der Wirklichkeit zu entwickeln. Niemals war er dogmatisch, der alte Trotzkist, wie er sich selbst definierte. Aber er war seinen Vorlieben treu. Der Hektik Ost-Berlins zu Beginn der kommunistischen Ära zum Beispiel. Und Bertolt Brecht und seiner Fantasie."
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