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Ekdal, Niklas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dagens Nyheter - Schweden | 27.05.2007

Niklas Ekdal über das negative Image des Islam

Das überwiegend negative Bild des Islam in den westlichen Medien führe zu aggressivem Verhalten auf der Gegenseite, meint der Politikredakteur Niklas Ekdal. "Im Westen florieren Stereotypen über den Islam, die Muslime verschrecken und dazu beitragen, zu selbst erfüllenden Prophezeiungen zu werden. Die verletzten Gefühle entspringen weniger einer feindlichen Einstellung als vielmehr dem Eindruck, vom Westen verstoßen zu sein... Aufklärung und Freiheit sind im Grunde für alle attraktiv, aber nicht, wenn man in ihrem Namen karikiert oder bombardiert wird. Der Vormarsch des Islamismus ist mehr Wirkung als Ursache, eine Folge von Unfreiheit, Stagnation und Diskriminierung... Das säkulare Europa hat hier eine historische Mission. Nehmt die Türkei in die EU auf. Zeigt, dass Christen, Muslime und Atheisten zusammenleben können."

Dagens Nyheter - Schweden | 24.10.2006

Walfang in Island

Während Walfang-Gegner vehement auf das drohende Aussterben vieler Walarten hinweisen und enorme Verdienstmöglichkeiten im Tourismus sehen, können große Teile der isländischen Bevölkerung nichts Schlechtes an ihrer traditionellen Jagdkultur erkennen. Nach Niklas Ekdals Meinung sollte Schweden in diesem Konflikt die Rolle des Vermittlers übernehmen: "Denn Vermittlung ist dringend vonnöten, nachdem das Thema 'Walfang' inzwischen unnötig emotional aufgeladen worden ist. Hunderte Isländer applaudierten, als ein toter Wal am Samstag in den Hafen bugsiert wurde... Die Frage ist doch: Will man das ganz große Geld mit Whalewatching verdienen oder ein paar Kröten mit Walfleisch, welches im Grunde nur wenige essen möchten? Beides müsste möglich sein. Und bevor Schweden mit Sanktionen droht, sollte sich das Land lieber an die eigene Nase fassen. Schließlich tobt hierzulande ein ähnlich ideologischer Konflikt beim Thema Wolfsjagd."

Dagens Nyheter - Schweden | 06.06.2006

Schweden im Fußballfieber

In Schweden steigt das WM-Fieber, selbst der distanzierte Durchschnittsbürger entwickelt sich zum patriotischen Fan. Niklas Ekdal fragt warum. "Im vergangenen Jahrhundert hat der Nationalismus in Europa einen schlechten Ruf bekommen, nach der Idiotie der Weltkriege und ihrem späten Echo auf dem Balkan. Als Alternative wurde die EU geschaffen. Die Propheten der Modernität glaubten, ein kosmopolitischer Mensch würde ohne Fixierung auf nationale Identität geboren. Doch heute wissen wir, dass das nicht so ist und dass die Globalisierung den Bedarf an nationaler Verwurzelung paradoxerweise steigert. Wenn Stamm und Familie in der modernen Gesellschaft ihre Funktion verlieren, dann ist die Nation der beste Kanal für diesen Impuls. Mit gemütlichen Patriotismus im Rücken kann man die anderen Teams umso mehr schätzen. Und wenn das eigene Land in der Vorrunde rausfliegt, findet sich immer ein anderes, das man im Finale lieben lernen kann."

Dagens Nyheter - Schweden | 19.05.2006

Schwedens Verhältnis zu Israel

Ein israelischer Regierungssprecher hat Schweden vorgeworfen, es sei Israel gegenüber feindlich eingestellt. Im vergangenen Monat habe Schweden eine gemeinsame Truppenübung mit Israel in Italien verweigert und habe eine Delegation der palästinensischen Hamas-Regierung empfangen. Kolumnist Niklas Ekdal versteht die Frustrationen der Israelis: "Man könnte von einem Comeback einer alten sozialdemokratischen Tradition sprechen. Seinerzeit hat man Jassir Arafat umarmt, lange bevor er das Existenzrecht Israels anerkannte, und die USA verurteilt. Dagegen fand man, dass der Iran demokratische Institutionen mit penibler Genauigkeit aufbaute. Schließlich könnte der heimische Wahlkampf eine Rolle spielen, man will keine Stimmen aus dem Lager der muslimischen Zuwanderer verlieren."

Dagens Nyheter - Schweden | 15.02.2006

Karikaturenstreit: Die Suche nach Verantwortung

Bei den derzeitigen Unruhen um die Mohammed-Karikaturen geht es längst nicht mehr um religiöse Gefühle, konstatiert Kolumnist Niklas Ekdal. Die Zeichnungen seien von Regimen wie Syrien und dem Iran instrumentalisiert worden, um zu demonstrieren, welche Macht sie in ihren eigenen Staaten gegen den Westen mobilisieren könnten. Dennoch solle man auch von dänischer und europäischer Seite tun, was man könne, um den Streit beizulegen: "Erstens: Reagiert direkt mit diplomatischen Sanktionen, wenn Botschaften oder Entwicklungshilfeorganisationen angegriffen werden. Zweitens: Isoliert die Extremisten in allen Lagern. Drittens: Der Dialog hat bereits begonnen, national und global - er ist das wichtigste Instrument, um die Gegensätze zu überwinden. Viertens: Baut eine Moschee in Kopenhagen, so dass deutlich wird, dass der Islam nicht die Zielscheibe in einem Zivilisationskrieg ist. Fünftens: Der Chefredakteur Jyllands-Postens sollte sich seiner Verantwortung freiwillig stellen und überlegen, zurückzutreten. So würde ein Ausweg geschaffen, ohne heilige Prinzipien zu verletzen."

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