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Presseschau / Autorenindex
Emmott, Bill
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Berlusconi vermischt die Interessen
Bill Emmott warnt davor, den Wahlsieg Silvio Berlusocnis in Italien zu feiern. "Berlusconi hat ein paar mächtige Vorteile. Er ist Italiens reichster Mann, er verfügt über ein Beinahe-Monopol der kommerziellen Fernsehsender, ein großes Verlagsimperium und viele andere interessante Dinge. Dass ein Parteichef eine solche Vormachtstellung in den Medien genießt, wäre in jeder anderen westeuropäischen Demokratie eine undenkbare Regelverletzung... Aber Berlusconi bedient sich auch einer Mischung aus Gerichtsverfahren, Vetternwirtschaft und Drohungen, um italienische Journalisten einzuschüchtern... Berlusconi sollte uns allen eine Warnung sein, was passieren kann, wenn man einem einzigen Mann die Kontrolle über die Medien überlässt und Geschäfts- und Regierungsinteressen miteinander verflochten werden."
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Kommt Alitalia in ausländischen Besitz?
Der Aufsichtsrat des italienischen Luftfahrtunternehmes Alitalia berät am 18. Dezember über zwei Übernahmeangebote - es bieten Air France/KLM und die private italienische Fluggesellschaft AirOne. Bill Emmott kommentiert: "Bei Alitalia kann man sicher sein, dass sich die Politik immer einmischen wird - und zwar mit allen Mitteln, egal wer Eigentümer sein wird. Um den politischen Einfluss zu begrenzen, wäre eine ausländische Übernahme zweifellos die beste Lösung. Darüber hinaus wäre die Strategie der Gewerkschaften, Alitalia mit Streik oder Streikdrohungen zu erpressen, leichter zu ertragen, wenn der Eigentümer ein großes Unternehmen wäre und nicht ein kleines wie AirOne. Das französische Großunternehmen wäre in der Lage, einen langen Konflikt auszuhalten, AirOne könnte sich das nicht erlauben."
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Fremdenfeindlichkeit im EU-Parlament
Der britische Journalist Bill Emmott, ehemaliger Chefredakteur des Magazins 'The Economist', beklagt die Fraktionsbildung der Rechten im Europaparlament. Laut Emmott nutzt die neue Gruppierung Angst, Vorurteile und die Ablehnung kultureller Unterschiede aus, um gemeinsam gegen die Einwanderung Front zu machen. Kein Europäer, der die Zivilisation und die traditionellen Werte seines Kontinents im Herzen trägt, kann sich darüber freuen, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Europäischen Parlament nun eine rechtsextremistische Gruppe von der öffentlichen Förderung profitieren und Repräsentanten in die Kommissionen entsenden kann. Schon der Name der Gruppe 'Identität, Tradition und Unabhängigkeit' ist eine Provokation. Es ist ein Schlag ins Gesicht des Europäischen Parlaments, weil das, was die Fraktion unter Identität und Unabhängigkeit versteht, nur nationalistisch und antieuropäisch ist."
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